Keine Atom-Bombe gegen Ölpest: Neue Stahl-Glocke für Golf von Mexico

Im Golf von Mexico geht der Kampf gegen die Öl-Pest weiter. Einen Vorschlag aus Russland. Das Öl-Leck mittels einer Atom-Bomben-Sprengung zu versiegeln, wird man allerdings vorerst nicht aufgreifen. Jetzt will es BP erneut mit einer Stahl-Glocke versuchen.

Die nun etwas kleinere Glocke soll als Ventil über dem Leck der gesunkenen BP-Bohrinsel „Deepwater Horizon“ dienen und das Abpumpen des ausströmenden Rohöls ermöglichen.

15 Millionen Tonnen Öl sind bereits ins Meer geschossen. Die Öl-Quelle birgt nach neuesten Informationen mehr als eine Milliarde Liter Rohöl. Wenn also nicht schnellstmöglich das Leck gestopft wird, könnte noch lange Öl aus dem Leck sprudeln und den gesamten Golf von Mexico verseuchen.

Die neue Stahlbetonglocke ist deutlich kleiner als die erste: nur etwa 1,20 Meter im Durchmesser, 1,50 Meter hoch, knapp zwei Tonnen schwer.

BP hofft, dass sich in der kleineren Konstruktion nicht wieder Eiskristalle bilden, die das Abpumpen des Öls verhindern. Dann wäre ein großer Erfolg im Kampf gegen die Öl-Pest errungen.

Am späten Dienstagabend (Ortszeit) haben Experten begonnen, die kleinere Spezialanfertigung abzusenken. Der Mini-Koloss schwebt seitdem auf 1500 Meter Tiefe hinab.

Wie US-Medien berichten, könnte sich die Menge des austretenden Öls verringert haben.

Eine mögliche Erklärung: Immer mehr natürliches Gas – statt Öl – strömt aus dem Bohrloch! Das Gas würde sich in der Atmosphäre verflüchtigen.

BP bestätigte zwar eine Veränderung bei der ausströmenden Masse, konnte jedoch keine genaue Erklärung für die Ursache geben.

Der Ölbohr-Riese sagte zu, alle „legitimen“ Ansprüche auf Schadenersatz zu begleichen. Das könnte sich auf mehrere Milliarden Dollar belaufen.

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