Kinder-Regelsätze: Hartz-IV-Kläger werden gemobbt

Familien aus Bayern und Baden-Württemberg haben bis zum Bundesverfassungsgericht gegen die Regelsätze für Kinder in Harzt IV Familien geklagt. Jetzt müssen sich die Kläger auch noch mit Mobbing herum schlagen.

Die Eltern und ihre drei Kinder aus Dortmund sind jetzt Anfeindungen ausgesetzt. Ihr Anwalt Martin Reucher: „Es gibt Mobbing-Tendenzen gegen die Familie.“

Auch ein weiterer Kläger, der Vater einer dreiköpfigen Familie ist und am Dienstag vor Gericht aussagte, ist „aggressiven Anfeindungen“ ausgesetzt, muss sich Schimpfwörter wie „Schmarotzer“ anhören.

Am ersten Verhandlungstag am Dienstag hatten die Richter in Karlsruhe bereits angedeutet, dass die derzeit geltenden Regelsätze nicht gesetzteskonform seien und Erklärungsbedarf von Seiten des Gesetzgebers vorliege.

Die „Ermittlung der Regelsätze sei erklärungsbedürftig“, sagte der Vorsitzende Richter Hans-Jürgen Papier und stellte dem Regierungsvertreter kritische Fragen.

Für Beobachter ein Hinweis, dass die Verfassungsrichter die Regelsätze für Hartz IV kippen könnten. Das Urteil folgt in einigen Monaten. Ob es dann jedoch tatsächlich höhere Regelsätze für Hartz IV Kinder geben könnte, ist völlig offen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.