Kindesmissbrauch: 23-jähriger heiratet und schwängert 12-jährige

In Düsseldorf ist ein schwerer Fall von Kindesmissbrauch und Zwangsheirat aufgedeckt worden.

Ein 23-jähriger Mann, griechisch-stämmig, soll eine damals 12-jährige geheiratet und zweimal geschwängert haben. Das betroffene Mädchen ist heute 15 Jahre alt.

„Wir haben uns in Düsseldorf kennengelernt und uns verliebt“, erzählt der Täter. Damals war er gerade zwanzig, seine Braut elf.

Man kannte sich aus der Nachbarschaft. Mit dem Einverständnis der Eltern reiste das Paar schließlich in die Heimat, die griechische Präfektur Rodopi. Dort sind Kinderehen erlaubt. Im Sommer 2006 kehrten die beiden zurück. Im April 2007 kam eine kleine Tochter zur Welt.

Da schritt das Jugendamt ein. Eine Cousine der Familie hatte den Fall gemeldet. Die junge Mutter ist mittlerweile fünfzehn fühlt sich nicht unwohl in ihrer Situation. Mit ihrem ersten Kind lebte sie zusammen mit ihrem „Mann“ nach der Aufdeckung der Zwangsheirat bis zu ihrem 14. Lebensjahr in Griechenland. Dann kamen die beiden erneut nach Düsseldorf.

Sie stehen heute unter Beobachtung des Jugendamtes, das die Vormundschaft übernommen hat.

Der junge Vater und „Ehemann“: „Ich liebe meine Familie und möchte weiter mit ihr zusammenleben.“

Staatsanwältin Jeanette Boldt über die Eheschließung und erste Schwangerschaft: „Wir reden hier über schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes. Das ist ein Verbrechen.“

Durch diese „Ehe“ habe er dem Mädchen die „Chance auf einen vernünftigen Bildungsweg genommen.“ Zudem hätte eine Geburt in so jungen Jahren auch lebensbedrohend sein können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.