Koma-Saufen: 7-Jähriger mit zwei Promille in Klinik

Das war äußerst knapp. In Berlin ist ein 7-Jähriger mit zwei Promille Alkohol im Blut in eine Berliner Klinik eingeliefert worden.

Laut Polizei soll er sich mit seinem Bruder (9) auf einem Spielplatz betrunken haben.

Gegen 18 Uhr fanden Passanten die Kinder auf einem Gehweg im Stadtteil Spandau. Der 7-Jährige zitterte am ganzen Körper und übergab sich. Lebensgefahr!

Die alarmierte Feuerwehr raste mit dem Jungen ins Krankenhaus. Er wurde unmittelbar auf die Intensivstation gebracht. Er hat mit viel Glück überlebt.

Nun fragen sich Ermittler, wie der Junge zu so viel Alkohol kam.

In Berlin hatten in den vergangenen Monaten immer wieder Fälle schwer betrunkener Kinder und Jugendlicher Bestürzung ausgelöst. Im Februar 2007 war der 16-jährige Lukas W. nach 45 Gläsern Tequila mit 4,4 Promille an einer Alkoholvergiftung gestorben.

Laut einem Bericht der Techniker Krankenkasse (TK) vom Frühjahr landen immer mehr Kinder und Jugendliche nach Alkoholexzessen im Krankenhaus. Allein in Hamburg seien im Jahr 2008 insgesamt 1765 Minderjährige mit der Diagnose „psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol“ in Kliniken eingeliefert worden. Das waren 174 mehr als im Jahr zuvor.

Hochgerechnet auf das gesamte Bundesgebiet sind das nach Angaben der TK fast 20 000 alkoholbedingte Krankenhausaufenthalte von Minderjährigen pro Jahr. Damit stehe das so genannte Komasaufen unter den häufigsten Ursachen für Klinikaufenthalte bei Kindern und Jugendlichen mittlerweile auf Platz 15.

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