Kritik aus der ganzen Welt: Nordkorea startet Rakete

Trotz internationaler Kritik hat Nordkorea jüngst seine umstrittene Rakete ins All geschossen.

Die USA reagierten unmittelbar und verurteilten den Raketenstart als „provokativ. US-Präsident Barack Obama kündigte an, Washington werde eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats beantragen.

„Mit diesem provokativen Akt hat Nordkorea seine internationalen Verpflichtungen missachtet und unmissverständliche Aufrufe zur Zurückhaltung ignoriert und sich weiter von der Gemeinschaft der Völker isoliert“, sagte Obama. „Ich ermahne Nordkorea, die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates vollständig einzuhalten und weitere provozierende Aktionen zu unterlassen.“

Nach Angaben aus Südkorea fand der Start „um 11.30 Uhr (4.30 Uhr MESZ) und 15 Sekunden statt“. Unter Berufung auf Regierungskreise in Seoul meldete die Nachrichtenagentur Yonhap, die Rakete habe einen Satelliten transportiert. Russland bestätigte den Start ebenfalls.

Nordkorea erklärte unterdessen beharrlich, es handele sich lediglich um den Start eines Kommunikationssatelliten, befürchten die USA, Japan und Südkorea, dass dies nur ein Vorwand sei. Man geht davon aus, dass es sich um den Test einer Langstreckenrakete handelt.

Die südkoreanische Regierung erklärte, Nordkoreas Start einer Langstreckenrakete sei „unverantwortlich“ und bedrohe sowohl die Sicherheit der koreanischen Halbinsel als auch der Welt. Seoul werde darauf entschlossen reagieren, kündigte ein Regierungssprecher an.

Wie der Krisenstab des japanischen Ministerpräsidenten mitteilte, flog die nordkoreanische Rakete „anscheinend“ über den Nordteil von Japans Hauptinsel Honshu hinweg, und zwar gegen 11.37 Uhr Ortszeit. Die erste Raketenstufe sei „anscheinend“ ins Japanische Meer gestürzt, die zweite dann in den Pazifik.

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