Lebensgefahr: Pfusch bei Brust-OP in Polen

Eine Brustvergrößerung für 2600 Euro. Für Jenny S. aus Hennigsdorf bei Berlin klang das wie das Angebot ihres Lebens. So lange hatte sich die junge Mutter einen größeren Busen gewünscht.

Eine reguläre Brustvergrößerung in Deutschland für rund 4000 bis 6000 Euro hätte sich die 27-jährige aber niemals leisten können. Also fuhr Jenny nach Polen und hätte ihren neuen D-Busen beinahe mit dem Leben bezahlt.

Die Ärzte pfuschten ganz böse. Es wurden zu große Implantate eingesetzt. Die schlimme Folge: Bei Jenny rissen die frischen Op-Narben auf. Sie musste fürchterliche Schmerzen ertragen. Eine zweite OP in Polen, die den Pfusch reparieren sollte, schlug ebenfalls fehl. Die Wunde begann zu eitern, es bildeten sich blaue Flecken.

Schließlich wurde Jenny in Deutschland notoperiert. Die Implantate mussten raus. Da offenbarte sich schließlich das ganze Übel: Vier gebrochene Rippen, eitrige Abszesse an den Brüsten. Nicht weit vom Herzen entfernt. Außerdem Knochensplitter ! Es bestand akute Lebensgefahr für Jenny.

Statt einem schönen großen Busen, hat Jenny jetzt Narben an den Brüsten. Das Geld für eine Korrektur-Operation hat sie nicht.

Sie zeigte die Polen-Klink wegen gefährlicher Körperverletzung an, fordert Schadenersatz. Ein Prozess steht noch aus.

Doch den psychischen und physischen Schaden wird Jenny so einfach keiner mehr nehmen können.

Dass die polnische Klinik für den Schaden aufkommt, ist eher ungewiss. Dafür müsste Jenny in Polen zivilrechtlich klagen. Eine teure Angelegenheit. Ihre Krankenkassen könnte sie zudem – zumindest teilweise – an den Kosten für die Not-Operation beteiligen. Eine Korrektur-Operation mit neuen Kissen bei einem seriösen Schönheits-Chirurg kann sich Jenny erst recht nicht leisten …

Fazit: Wer billig kauft, zahlt teuer … !

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