Mallorca: Quallen-Alarm am Ballermann

Die Wirtschaftskrise hat das Urlaubsparadies Mallorca bereits schwer getroffen. Weg brechende Urlauberzahlen und All-Inclusive-Urlaub machen der Mittelmeer-Insel schwer zu schaffen. Jetzt verdirbt Quallen-Alarm Urlaubern und Einheimischen auch noch das Badevergnügen. In der Nähe von Mallorca-Stränden wurden offenbar „Mörder-Medusen“ gesichtet. Der Meeresbiologe Alex Martin entdeckte vor dem Badestrand von Migjorn auf Formentera zwei kleine blau schimmernde Segel auf den Wellen: „Portugiesische Galeeren“, die gefährlichste Quallenart der Welt! Auch die Strände auf Mallorca sind bedroht. „Ihr Gift ist zehnmal stärker als das von normalen Quallen. Sie verspritzen eine Giftmischung, die bei Menschen zu Atemlähmung und Herzstillstand führen kann“, erklärte der renommierte Quallenspezialist Josep Maria Gili aus Barcelona (Spanien). Baden ist unter diesen Umständen dringend zu unterlassen. Er hat inzwischen fünf Exemplare ausgemacht: „Man erkennt sie an den kleinen blauen Segeln und darf ihnen nicht nahe kommen!“ Grund: Sie haben bis zu 50 Meter lange Tentakel voller Giftkapseln. Schon einzelne Exemplare können so einen ganzen Strand unbenutzbar machen. Die Balearen-Regierung hat jetzt einen Alarmplan gegen die „Medusen“ entwickelt. Nach Informationen der Zeitung „El Mundo“ verhandelt das Umweltministerium mit Fischern, die auf Quallenjagd gehen sollen. Ab Juni sollen sie täglich das Meer um Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera nach den blau schimmernden Seglern absuchen, sie mit Netzen einfangen und zur Vernichtung an Land bringen. Dafür erhalten sie Geld aus der Staatskasse. In jedem der 16 Häfen der Balearen-Inseln wird ein Schiff nur für die Quallenabwehr eingesetzt.

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