Maria-Bögerl-Entführung: Leiche gefunden !

Im Fall um die vermisste Bankiers-Gattin Maria Bögerl (54) aus Heidenheim, Baden Württemberg, hat ein Spaziergänger nur rund 10 Kilometer vom Heimatort der vermissten Frau eine Leiche entdeckt. Derzeit wird gerichtsmedizinisch die Identität der Toten ermittelt. Möglicher Weise handelt es sich um die seit mehr als drei Wochen vermisste Maria Bögerl.

Am vergangenen Abend meldete sich ein Spaziergänger bei der Polizei, berichtete von seinem grausigen Fund. Die Leiche war offenbar mit Ästen bedeckt. Der Hund des Spaziergängers stöberte sie dennoch auf.

Der Fundort liegt am Wald zwischen Nietheim und Niesitz. Ganz in der Nähe wurde vor rund zwei Wochen das Handy von Maria Bögerl gefunden. Auch die Autobahn-Behelfsausfahrt, an der das Lösegeld übergeben werden sollte, liegt ganz in der Nähe.

Bereits am Freitagnachmittag könnte die Identität der Frauenleiche geklärt sein. Dann wird auch feststehen, ob es sich um Maria Bögerl handelt.

Das Drama um Maria Bögerl begann am 12. Mai um 11.20 Uhr. Ihr Ehemann, der Heidenheimer Sparkassen-Chef Thomas Bögerl (56), hatte einen Anruf von seiner Frau bekommen: Sie sei entführt worden, die Täter drohten ihr mit Mord, er solle 300 000 Euro an der Autobahn ablegen.

Der Ehemann informierte entgegen den Anweisungen der Entführer die Polizei, die in ihrer weiteren Arbeit zahlreiche Fehler beging.

Das Geld wurde an dem vereinbarten Ort platziert, die Polizei positionierte eine engmaschige Überwachung. Schließlich kam es zur Panne. Ein Müll-Fahrzeug der Autobahnmeisterei nahm den Geldsack als vermeintlichen Abfall mit. Trotzdem der Sack zurück geholt und erneut platziert wurde, zeigten sich die Entführer nicht.

Zudem soll die Polizei im Gesamten äußerst äufällig vorgegangen sein. Die Entführer waren sehr wahrscheinlich vorgewarnt.

Vor drei Tagen ging die Polizei mit einem Phantomfoto von einem Mann mit einem Pferdeschwanz an die Öffentlichkeit. Der Gesuchte soll am Tag der Entführung in der Nähe des Hauses der Bankiers-Familie und in der Nähe von Nietheim, dem jetzigen Fundort der Leiche, gesehen worden sein.

Bisher erhielt die Polizei 300 Hinweise zu dem Unbekannten. Er konnte aber noch nicht identifiziert werden. Im Fall Bögerl sind 100 000 Euro Belohnung ausgesetzt.

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