Mexiko: Polizei befreit Arbeitssklaven !

Arbeitssklaven im 21. Jahrhundert. So etwas gibt es. In Mexiko befreite die Polizei jüngst 107 Menschen aus der Sklaverei. Als Heim für Alkohol- und Drogenkranke unter dem Namen „St. Thomas – die Auserwählten Gottes“ getarnt, wurden 107 Personen als Arbeits-Sklaven gefangen gehalten.

Die Beamten befreiten die Sklaven und nahmen 23 Männer wegen Menschenschmuggels und Sklaverei fest.

Die Bedingungen, unter denen die Gefangenen lebten – erbärmlich: 16 Stunden lang mussten sie schuften, Einkaufstaschen und Kleiderschnallen herstellen. Am Tag hatten sie nur 30 Minuten Pause. Zu Essen gab man ihnen Hühnerfüße und verfaultes Gemüse.

Einige der Sklaven wiesen zudem Spuren von massiver Misshandlung auf. Sie hatten gebrochene Knochen, litten unter Austrocknung und Unterernährung, so Generalstaatsanwalt Miguel Angel Mancera.

Die meisten Befreiten sind Indios, die kein Spanisch sprechen. Sie seien von der Straße entführt worden, sagte Mancera. Das vermeintliche Suchthilfe-Zentrum gibt es seit mindestens acht Jahren. Ob auch schon die Geheimfabrik so lange existiert, war zunächst nicht bekannt.

Aufgeflogen war das Sklaven-Lager, weil einem der Männer die Flucht gelungen war und er die Polizei alarmieren konnte.

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