Michelle aus Leipzig: Prozessauftakt mit Polizeischutz für Mörder

Am Montag beginnt der Prozess gegen den Mörder der kleinen Michelle aus Leipzig. Der 19-jährige Auszubildende Daniel V. entführte das Mädchen aus Leipzig, missbrauchte und ermordete es, ehe er die Leiche in einen kleinen Teich warf.

50 Polizisten werden den Mörder der kleinen Michelle begleiten und beschützen, wenn er im Gericht erscheint – aus Angst vor Selbstjustiz der Bevölkerung.

Um 9 Uhr beginnt im Landgericht Leipzig (Saal 115) die spektakuläre Verhandlung gegen Daniel V. Die Anklage: sexueller Missbrauch, Vergewaltigung und Mord.

Das Gericht hat für den Prozess die höchste Sicherheitsstufe angesetzt. Journalisten und Besucher müssen Handys, Kameras und Getränke abgeben. Nichts davon darf mit in den Gerichtssaal genommen werden.

Der Anwalt von Daniel V. hat angekündigt, dass der Killer sein Geständnis vor Gericht wiederholt.

Dem jugendlichen Täter könnte es mit Hilfe seines Anwaltes dann gelingen eine deutlich mildere Strafe zu erlangen, als normaler Weise üblich für Sexual-Verbrecher. Normaler Weise steht auf Mord Lebenslänglich, doch wenn das Jugendstrafrecht zur Anwendung kommt, liegt die mögliche Höchststrafe bei 10 Jahren Knast.

Verteidiger Malte Heise drückt auf die Tränendrüse: „Für meinen Mandanten ist es selbst ein Rätsel, weshalb er Täter geworden ist.“ Daniel V. sei völlig unselbstständig und müsse noch „bemuttert werden“.

In der Untersuchungshaft (12-qm-Zelle) hat Daniel V. bisher keinen einzigen Hofgang mitgemacht – aus Angst vor seinen Mithäftlingen.

Zynisch: Bei Michelles Familie wollte sich der Killer mit einem Brief entschuldigen. Die Eltern weigerten sich, den Brief zu lesen.

Zum Prozess werden Michelles Eltern nicht gehen. Ihre Anwältin: „Sie merken, wie gerade alles wieder hochkommt.“ Ein Urteil soll nach vier Verhandlungstagen fallen.

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