Mordfall Buback: Die Anklage gegen Verena Becker

RAF-Terroristin Verena Becker sitzt seit geraumer Zeit wieder in Haft. Ihr soll der Prozess im Mordfall Buback gemacht werden. Die Bildzeitung berichtet nun exklusiv aus der Anklageschrift gegen die RAF-Terroristin.

Satte 78 Seiten ist das Werk stark. 33 Jahre sind seit dem Mord-Anschlag auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback (57) vergangen. Jetzt soll der Akt des Terrors endlich augeklärt werden.

Am 7. April 1977 wurde der Dienstwagen des Generalbundesanwaltes in Karlsruhe abgefangen, Siegfried Buback und seine beiden Begleiter erschossen.

Laut Anklageschrift waren neben Verena Becker die Terroristen Christian Klar, Günter Sonnenberg und Knut Folkerts sowie Brigitte Mohnhaupt an der Tat beteiligt.

Die Urteile: Klar, Folkerts und Mohnhaupt werden später wegen des Buback-Attentats zu lebenslanger Haftstrafe verurteilt. Der bei der Festnahme schwer verletzte Sonnenberg wird nicht angeklagt – wegen einer „unwesentlichen Nebenstraftat“ angesichts seiner anderen schweren Verbrechen.

Allerdings konnte bislang noch nicht geklärt werden, wer tatsächlich die tödlichen Schüsse abfeuerte. Ein früheres Ermittlungsverfahren gegen Verena Becker wurde im März 1980 schon einmal aus Mangel an Beweisen eingestellt. Dabei trug sie bei der Festnahme die Tatwaffe bei sich.

Schließlich wird Verena Becker wegen der Schießerei bei ihrer Festnahme zu einer lebenslangen Haftstraße verurteilt. Im Jahr 1989 wird sie begnadigt.

Doch dann weisen Ermittler auf dem Bekennerschreiben zum Buback-Mord DNA-Spuren von Verena Becker nach. Am 20. August 2009 wird ihre Wohnung in Berlin durchsucht, eine Woche später wird die ehemalige Top-Terroristin festgenommen.

Bei der Hausdurchsuchung finden die Ermittler handschriftliche Unterlagen von Verena Becker, in denen sie sich der Tat selbst bezichtigt.

Jetzt wird sie angeklagt. Allerdings nicht, weil sie die tödlichen Schüsse abgegeben habe, sondern weil sie den Mord plante und organisierte …

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