Nach Entlassung: Zweites Ermittlungsverfahren gegen Jörg Kachelmann

Der Medien-Mann Jörg Kachelmann (52) ist frei. Am Donnerstag wurde Kachelmann nach monatelanger Untersuchungshaft aus der JVA Mannheim entlassen. Jetzt ist der Medien-Profi eifrig damit beschäftigt sein angeschlagenes Image wieder gerade zurücken. Freundlich, bestimmt und charmant verkauft sich Kachelmann derzeit in sämtlichen Medien als das eigentliche Opfer seines Falls.

„Ich bin unschuldig“. Das ist für Jörg Kachelmann verständlicher Weise die wichtigste Botschaft. Doch zeigen wird das erst der Prozess im September.

Zwischenzeitlich gibt es neue Vorwürfe gegen Jörg Kachelmann. Schon vor Jahren soll er gegenüber einer Frau in deren Wohnung gewalttätig geworden sein.

Im „Spiegel“ räumte Kachelmann Fehler in einer anderen früheren Partnerschaft ein. „Diese Beziehung lief länger, als ich es hätte zulassen sollen. Dadurch habe ich diese Frau in einer Weise gekränkt, die ich in der Nachschau nur bedauern kann.“

Kachelmann-Anwalt Birkenstock bestätigte die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und erklärte, dass das Verfahren bereits vor der Anklageerhebung wegen Vergewaltigung eingeleitet worden sei. Die Staatsanwaltschaft Mannheim war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Birkenstock sagte: „Der Ersatzvorwurf aus dem Jahr 2000 wird von uns nicht kommentiert.“ Der Fall habe auch dem Oberlandesgericht Karlsruhe vorgelegen, als dieses am Donnerstag den Haftbefehl gegen seinen Mandanten aufhob.

Laut „Focus“ handelte es sich aber angeblich nicht um einen Fall aus dem Jahr 2000, sondern 2001. Eine Frau habe sich per E-Mail beim Amtsgericht Mannheim gemeldet und angegeben, eine Affäre mit Kachelmann gehabt zu haben, in deren Verlauf es zu den Schlägen gekommen sein soll.

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