Nach Raubüberfall: Gangster-Rapper Xatar grüßt aus Moskau

Gangster-Rapper „Xatar“ wird von der deutschen Polizei gejagt. Er soll einen Geldtransporter in Ludwigsburg überfallen haben und zusammen mit einem Komplizen 1,8 Millionen Euro erbeutet haben. Jetzt grüßt er frech über Facebook aus Moskau. Er fühlt sich in Russland offenbar sehr sicher …

„Moscow never sleeps“, lässt „Xatar“ über seine Pinnwand tickern und fragt: „ich seh nur maybachz…woher zum teufel haben die russen das ganze geld??“

Vielleicht haben sie es einfach so wie Xatar gemacht und in Deutschland einen Geldtransporter überfallen und sind dann ganz cool nach Russland abgehauen … ?!

Lange wird es der Gangster-Rapper wohl nicht aushalten. Schon einmal glaubte er sich sehr sicher vor den Ermittlern. Da tauchte Xatar bei einem Cousin in London ab, tönte überheblich: „Das ist die geilste Stadt der Welt, da findet dich keiner.“

Von wegen. 2007 wurde Xatar dann solide, zumindest für seine Verhältnisse. Er besorgte sich eine Drehgenehmigung für das Oberlandesgericht in Köln, zahlte 2300 Euro Miete und wollte sogar echte Richter als Komparsen haben … das ganze sollte dann ein Droh-Video werden.

In seinem Lied „Paragraph 31“ droht er bereits inhaftierten Mitstreitern, falls sie über ihn auspacken. „Warte ab, wenn ich deine Hand und deine Zunge krieg’“, tönt er vor der Kulisse des Gerichts.

Offenbar wusste mancher Darsteller des Videos gar nicht, dass die Drohungen ernst gemeint waren. Schließlich verweigerten einige Zeugen vor Gericht die Aussage gegen Xatar. Wieder Ermittlungen.

Das Kölner OLG will in Zukunft Anfragen für Videoaufnahmen genauer prüfen. Sprecher Hubertus Nolte: „Wir werden nur noch uns bekannten Produktionsfirmen Anträge genehmigen und inhaltlich noch genauer draufgucken.“

Gangster „Xatar“ wird sich jetzt im eisig-kalten Moskau erst einmal überlegen, wie seine nette Geschichte weiter gehen soll …

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