Oder-Hochwasser: Brandenburg kämpft gegen die Katastrophe

Die Flutwelle des Oder-Hochwassers ist auf dem Weg nach Norden. Höchste Hochwasser-Alarmstufe entlang des rund 47 Kilometer langen Oder-Ufers in Deutschland. Es ist fraglich ob die Deiche und ihre provisorische Verstärkung aus Sandsäcken halten werden.

Am Freitag hatte das Oder-Hochwasser mit seinem Scheitel den Süden Brandenburgs passiert.

Örtlich gingen die Pegel unterdessen schließlich schon wieder leicht zurück.

In Frankfurt an der Oder steigen die Pegelstände dagegen weiter, wenn zum Glück auch nur geringfügig.

Die Belastung durch die Wassermassen, so Brandenburgs Innenminister Rainer Speer, sei „außerordentlich hoch“.  Doch bislang halten die Deiche, auch in Frankfurt an der Oder. Dort hatte es in der Nacht zu Freitag Alarm gegeben, als ein Deich südlich der Stadt einen Riss bekommen hatte.

In Polen hingegen, spitzt sich die Hochwasserlage zu, vor allem in der polnischen Grenzstadt Kostrzyn. Die Stadt liegt an Oder und Warthe. Die doppelte Belastung !

In den vergangenen Tagen mussten im Ortsteil Szumilowo 200 von 500 Bewohner ihre Häuser verlassen. Die Stadt hat Notunterkünfte für die Evakuierten bereitgestellt. Am Samstagmorgen wird in Kostrzyn der Hochwasserscheitel der Oder erwartet. Auch Teile des an der Warthe liegenden Dorfs Warniki wurden evakuiert. Im Stadtzentrum von Kostrzyn versuchen die Bewohner mit mehr als 30 000 Sandsäcken, das Wasser zurückzuhalten.

Unterdessen wurde bekannt, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Samstag die vom Hochwasser bedrohte Stadt Frankfurt an der Oder besuchen will.

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