Öl-Pest im Golf von Mexico: Absaug-Glocke kaputt

Eine neue Panne erschwert den Kampf gegen das Öl im Golf von Mexico. Die Öl-Absaug-Glocke, die zuletzt gewährleistete, dass wenigsten ein Teil des aus dem Bohr-Leck ausströmenden Öls aufgesaugt wird, ist defekt.

Ein Unterwasser-Roboter kollidierte mit der Absaug-Glocke. Das Gerät musste abgeschaltet werden. Wieder sprudeln Millionen Liter Roh-Öl unkontrolliert in den Ozean, verseuchen das Wasser, töten tausende Tiere und rauben unzähligen Menschen die Existenz.

Am Mittwochmorgen musste das Absaug-System gestoppt werden, erklärte der Chef der US-Küstenwache.

Die Kappe, die das Rohöl über dem Bohrloch sammle, sei wegen eines Defekts entfernt worden, habe der britische Ölkonzern BP erklärt.

rund 16 000 Barell Öl wurden bislang pro Tag über die Kappe auf Schiffe abgepumpt. Ein Neustart sollte erst im weiteren Verlauf des Tages möglich sein.

Zugleich überschattet diese Nachricht die Arbeiten: Zwei Helfer sind ums Leben gekommen, erklärte Allen. Einer sei bei einem Schwimmunfall ertrunken, der andere habe eines der eingesetzten Privatboote gesteuert, sagt Allen. Dem US-Fernsehsender CNN zufolge gibt es Berichte, nach denen der Helfer durch einen Schuss ums Leben kam.

Die von BP betriebene Ölplattform „Deepwater Horizon“ war am 20. April explodiert und zwei Tage später gesunken. Sie hinterließ ein Leck am Bohrloch am Meeresgrund, aus dem tägliche Millionen Liter Rohöl entweichen.

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