Öl-Pest im Golf von Mexico: Es entkommt wieder Öl !

Die Öl-Pest im Golf von Mexico ist noch lange nicht gebannt, auch wenn das Leck an der Bohr-Leitung der gesunkenen BP-Bohrinsel „Deepwater Horizon“ vorläufig gedeckelt ist.

Jetzt wies die US-Regierung auf ein Leck in der Nähe des Bohrloches hin. Ingenieure haben offenbar Aussickerungen entdeckt. Zudem gebe es „unklare Unregelmäßigkeiten“ am Kopf der Quelle.

Bislang war man davon ausgegangen, dass die neue, tonnenschwere Beton-Glocke das Leck erfolgreich verschließe und nun kein Öl mehr aus dem Leck in die Tiefe entkommen könne.

Der von der US-Regierung beauftragte Krisenmanager Admiral Thad Allen erklärte nun aber, Wissenschaftler hätten Aussickerungen am Meeresgrund gefunden. Der vier Kilometer tiefe Förderschacht habe möglicherweise dem erhöhten Druck nach dem vorübergehenden Verschluss des Bohrlochs nicht standgehalten.

Jetzt soll von BP untersucht werden, woher die Aussickerungen stammen und auf welche Missstände sie zurück zu führen sind.

Die jüngsten Ergebnisse der Messungen an dem mit einer Abdichtkappe verschlossenen Bohrloch ergaben laut US-Regierung, dass in der Nähe Kohlenwasserstoffe aus dem Meeresboden aufsteigen. Da Kohlenwasserstoffe auch in Rohöl vorkommen, sei dies ein Zeichen für ein mögliches Leck.

Allen verlangte von BP, einen Plan für die schnellstmögliche Öffnung der Abdichtkappe vorzulegen, sollte sich der Ölaustritt bestätigen. Außerdem beklagte er „andere Unregelmäßigkeiten”, die bei den jüngsten Belastungstests an der Vorrichtung aufgetreten seien. Einzelheiten nannte er nicht.

Ein BP-Sprecher wollte zu den Angaben keine Stellung nehmen. „Wir arbeiten weiter sehr eng mit den Wissenschaftlern der Regierung zusammen”, sagte Mark Salt. Die letzte Entscheidung, wie es an dem Bohrloch weitergeht, liegt bei Admiral Thad Allen.

Seit dem Unfall auf der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ am 20. April strömten Tag für Tag bis zu 8200 Tonnen Rohöl ins Meer. Es ist die schwerste Ölpest der US-Geschichte.

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