Öl-Pest im Golf von Mexico: Kuriose Lösungsvorschläge – keine Rettung !

Immer noch sprudeln täglich rund 800 000 Liter Rohöl aus dem Leck der gesunkenen BP-Bohrinsel „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexico ins Meer. Ein Ende ist nicht in Sicht, obwohl verschiedene Lösungsvorschläge vorliegen. Keiner davon verspricht einen zeitnahen Stopp des ausströmenden Öls.

Der Grund, warum die Konstuktion mit der Öl-Glocke fehlschlug, sind Eiskristalle, die die Öffnung in der Stahlkuppel verstopften. Mit warmem Wasser, könnte man diese zum Schmelzen bringen und auf diese Weise einen kontrollierten Abfluss des Öls ermöglichen. Auch Methanol könnte als Frostschutzmittel dienen. Doch BP braucht für eine derartige Lösung Zeit. Zeit die eigentlich nicht vorhanden ist.

Eine andere Lösung könnte ein Pfropfen aus Gummi oder Müll bieten. Er könnte das Leck – ähnlich wie bei einer Toilette – einfach verstopfen.

Louisianas Gouverneur Bobby Jindal schlug vor, im Meer eine knapp 70 Kilometer lange Barriere aufzuschütten, um das empfindliche Ökosystem zu schützen. Für die geschätzten Kosten von anfänglich 200 Millionen Dollar (157 Millionen Euro) will er BP zur Kasse bitten.  Doch seine Idee stößt bislang nicht auf sonderlich viel Zuspruch.

Außerdem könnte man dem ausströmendem Öl einfach Zement oder Lehm entgegenpumpen und damit das Leck stopfen. Diese Methode nennt sich „Top Kill“. Doch das würde mindestens zwei bis drei Wochen dauern. Zudem besteht offenbar die Gefahr, dass das Leck unkontrollierbar groß gesprengt wird, wenn die Methode fehlschlägt. Dann könnte sich die ausströmende Öl-Menge verachtfachen.

Das Netzwerk „Matter of Trust“ rief Menschen weltweit dazu auf, ihr abgeschnittenes Haar und die Fellreste ihrer geschorenen Haustiere zu spenden. Mit diesen Haaren will die Organisation den Öl-Film vor der US-Küste aufsaugen!  Wohl eher ein Scherz …

Der BP-Konzern hat sich jüngst dafür ausgesprochen, zunächst erneut die Stahl-Glocke anzuwenden, um das Öl aufzufangen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.