Öl-Pest im Golf von Mexico: Neuer Versuch mit Trichter

Der Energiekonzern BP bemüht sich weiter das ausströmende Öl im Golf von Mexico zu stoppen. Jetzt soll eine Trichter-Konstruktion helfen.

Jüngst wurde mit Unterwasser-Robotern eine entsprechende Vorrichtung auf das leckgeschlagene Bohrloch gestülpt. Zuvor war die Steigleitung beschnitten worden.

Der Trichter soll nun das Abpumpen eines Großteils des ausströmenden Öls ermöglichen.  Ob es gelingt, ist noch ungewiss.

BP wollte sich zu dem Versuch nicht weiter äußern. Ingenieure des Konzerns hatten bereits eingeräumt, dass der Trichter keine perfekte Lösung sei und weiterhin Öl austreten werde.

Am 20. April ereignete sich auf der BP-Bohrinsel „Deepwater Horizon“ eine folgenschwere Explosion. Die Bohrinsel versank schließlich im Meer und hinterließ ein Leck, aus dem täglich rund 800 000 Liter Rohöl sprudeln.

Vor dem Kappen der Steigleitung war bereits erfolglos versucht worden, eine riesige Kuppel über das gesamte Leck zu stülpen, diese wurde aber von Eiskristallen überkrustet.

Auch das Pumpen von Schlamm in die defekte Anlage brachte die Quelle nicht zum Versiegen – die Operation „Top Kill“ scheiterte.

Unterdessen ermittelt die us-amerikanische Justiz gegen die Verursacher der Katastrophe, um mögliche Straftatbestände aufzudecken und zu verfolgen.

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