Öl-Pest im Golf von Mexico: Öl-Schlamm erreicht Mississippi-Delta in Louisiana

Alles Hoffen war vergebens. Die Öl-Pest im Golf von Mexico hat jetzt auch die Küste des US-Bundesstaates Louisiana erreicht. Damit ist die größte Befürchtung der Bürger wahr geworden. Sie alle müssen jetzt um ihre Existenzen fürchten. Direkt oder mittelbar leben sie alle vom Meer.

Doch dieses schwemmt jetzt von Stunde zu Stunde mehr Öl-Schlamm an den Strand von Louisiana. Ein einzigartiges Natur-Paradies, das Mississippi-Delta droht jetzt im Öl-Schlamm zu ersticken.

Eine verheerende Umweltkatastrophe mit unabsehbaren ökonomischen Folgen ist nicht mehr aufzuhalten. Fische und zahlreiche Vögel sind dem Öl bereits zum Opfer gefallen. Das Öl raubt allen das Leben …

Zwar betonte der britische Öl-Konzern BP, dass mittlerweile ein Fünftel des ausströmenden Öls abgepumpt werde. Das bedeutet aber auch, dass vier Fünftel – 80 Prozent – noch immer das Meer verschmutzen, etwa 640 000 Liter pro Tag. Noch immer ist das Bohrloch unter der versunkenen Bohrinsel „Deepwater Horizon“ in 1500 Metern Tiefe nicht gestopft!

Weder das 10-Zentimeter-Rohr, noch die Stahl-Glocke konnten bislang eine durchschlagende Wirkung erzielen. Die Katastrophe weitet sich zunehmend aus. Auch in Florida wurde schon Öl-Schlamm an den Strand gespült. Noch ist allerdings nicht belegt, dass die gefundenen Ölklumpen von der Unglücksstelle aus angeschwemmt wurden.

Am 20. April erschütterte eine schwere Explosion die „Deepwater Horizon“. Elf Menschen kamen dabei ums Leben. Zwei Tage später sank die Plattform. Seitdem strömen täglich mehrere Hunderttausend Liter Rohöl in den Golf von Mexiko. Bislang scheiterten alle Versuche, das Leck zu stopfen oder das Öl mit Hilfe von Stahl-Glocken kontrolliert abzupumpen.

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