Öl-Pest im Golf von Mexico: So unendlich leiden die Tiere !

Laut Angaben von BP wurde mit dem jüngsten Versuch das im Golf von Mexico unkontrolliert ausströmende Öl zu bändigen, ein Teilerfolg erzielt. Ein Drittel werde mit der neuen Methode abgesaugt.

Doch den Meerestieren und Wasservögeln hielft all das bislang nicht. Sie leiden elendig unter der Verseuchung ihres Lebensraumes. Wie Monster wirken die vom Öl-Schlamm verschmutzen Wasservögel. Ihr Federkleid verklebt. Sie können nicht mehr fliegen, kommen elendig in der braunen Brühe ums Leben.

Laut US-Behörden starben seit dem Untergang der Bohrinsel, „Deepwater Horizon“ bisher etwa 500 Vögel, 240 Meeresschildkröten und 30 Delfine.

Helfer arbeiten ununterbrochen, um so viele Tiere wie möglich zu retten. Doch werden sie nach einer eingehenden Säuberung und Stärkung in die Freiheit entlassen, ist die Gefahr groß, dass sie erneut dem Öl zum Opfer fallen.

Allein vergangenen Donnerstag und Freitag wurden 35 Vögel zur Waschung ins Bird Rescue Center in Port Jackson (US-Bundesstaat Louisiana) eingeliefert.

„Das Öl lässt Wasser in das Gefieder der Vögel eindringen. Damit ist ihre empfindliche Haut Hitze und Kälte schutzlos ausgesetzt“, erklärt Ornithologe Ken Rosenberg.

Ein Ende der Katastophe ist nicht absehbar.

Noch immer strömen jeden Tag über eine Million Liter Öl aus dem Leck in 1500 Metern Tiefe ins Meer. Seit dem Untergang der Bohrplattform „Deepwater Horizon“ am 20. April sind nach offiziellen Angaben insgesamt 60 Millionen Liter Rohöl ausgelaufen.

US-Präsident Barack Obama versprach den Golfküsten-Bewohnern seine uneingeschränkte Unterstützung und fordert den Konzern BP zu größeren finanziellen Hilfen auf.

Er wolle nicht, dass andere die Kosten für die Risiken übernehmen, die BP eingegangen sei, so Obama. „Ich will sicherstellen, dass sie dafür bezahlen.“

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