Öl-Pest im Golf von Mexico: Strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet

Die Explosion auf der BP-Bohrinsel „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexico hat die schlimmste Öl-Pest aller Zeiten herauf beschworen. Jetzt lässt Präsident Barack Obama die Schuldigen mit der Staatsanwaltschaft jagen und droht strafrechtliche Konsequenzen an.

US-Justizminister Eric Holder erklärte jüngst, die Ermittlungen betreffen die Explosion auf der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ und die dadurch ausgelöste Umweltkatastrophe.

Ob es bereits offizielle Verdächtige oder Beschuldigte gibt, ist nicht bekannt. Die Handlungen aller Beteiligten würden genau geprüft, und bei Hinweisen auf vorschriftswidriges Verhalten werde eine sehr energische Antwort folgen.

Die „Deepwater Horizon“ wurde vom Ölkonzern BP betrieben, als sie am 20. April explodierte und im Golf von Mexiko versank.  Immer wieder tauchten Gerüchte auf, bei den Arbeiten vor Ort seien noch nicht einmal die Konzern-eigenen Sicherheitsvorschriften eingehalten worden, um möglichst rasch voran zu kommen.

Die Ölpest ist die größte in der Geschichte der USA. Alle Versuche, das offene Bohrloch unter Wasser zu schließen, blieben bislang erfolglos.

In der Nacht zu Mittwoch startete BP einen neuen Versuch, um das ausströmende Öl unter Kontrolle zu bringen. Ein Steigrohr soll abgesägt werden, anschließend wolle man auf dieses ein Ventil aufsetzen und das Öl anschließend kontrolliert an die Oberfläche bringen.

Doch bislang schießt das Öl ununterbrochen ins Meer, täglich schätzungsweise 800 000 Liter…

Das Öl soll bereits 15 Kilometer vor Pensacola Beach gesichtet worden sein, berichten US-Medien. Ausläufer des Ölteppichs erreichten erstmals auch den Staat Mississippi. Vor der vorgelagerten Insel Petit Bois wurde ein 3,2 Kilometer langer und ein Meter breiter Ölstreifen entdeckt. Zuvor waren bereits die Staaten Louisiana und Alabama von der Ölpest erfasst worden.

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