Oktoberfest 2009: Mehr Bier, mehr Ochsen, weniger Besucher

Das Oktoberfest 2009 ist trotz Terrordrohungen ohne größere Zwischenfälle zu Ende gegangen. Die Wiesn‘ 2009 ist aber auch kein Rekord-Fest geworden. Das größte Volksfest der Welt lockte im Jahr 2009 nur 5,7 Millionen Besucher an. Offenbar schreckten die Terrordrohungen, die hohen Sicherheitsvorkehrungen in der zweiten Festwoche, und die Wirtschaftskrise die Besucher ab.

In den Jahren zuvor waren stets 6 Millionen und mehr Besucher auf das Oktoberfest geströmt.

Der Bierkonsum pro Kopf stieg allerdings. Die 5,7 Millionen Besucher tranken 6,5 Millionen Maß Bier, etwa genauso viel wie im letzten Jahr mehr als 6 Millionen Besucher. Allerdings vertragen die Besucher weniger als im letzten Jahr. Über 759 Personen mussten wegen exzessivem Alkoholkonsums in der Sanitätsstation behandelt werden. Das sind rund 100 Personen mehr als im vergangenen Jahr.

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) sprach bei der Präsentation des vorläufigen Schlussberichts am Sonntag im Zusammenhang mit den Terrorwarnungen von vorübergehend „beachtlichen Rückgängen“. Nach einer „prächtigen“ ersten Wiesn-Woche habe es nach den beiden Terrorvideos mit direktem Bezug zum Oktoberfest und den erhöhten Sicherheitsmaßnahmen seit Montag vergangener Woche Einschnitte bei Besucherzahl und Umsätzen gegeben.

Vor allem bei Fahrgeschäften, Souvenirs und Essen sparten die Besucher in diesem Jahr.

Festleiterin Gabriele Weishäupl verwies zugleich auf einen „Trend zur Konsumzurückhaltung“, der sich schon in der ersten Wiesn-Woche abgezeichnet habe. Im Schnitt wurden weniger Geld für Speisen, Souvenirs und Fahrgeschäfte ausgegeben als im Vorjahr. Der Bierkonsum blieb im Vergleich zu 2008 aber stabil. Getrunken wurden 6,5 Millionen Maß.

Ein Plus von etwa zehn Prozent wurde bei nichtalkoholischen Getränken verzeichnet. Auch die Zahl der verzehrten Ochsen stieg an: 111 der Tiere wurden in diesem Jahr auf dem Oktoberfest verspeist, 2008 waren es 104. Dafür war das Wiesn-Hendl heuer etwas weniger beliebt: Die Küchen meldeten ein Minus von zwei Prozent.

Zu den erhöhten Sicherheitsmaßnahmen erklärte Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer, es seien nach den Terrordrohungen „alle notwendigen Maßnahmen“ ergriffen worden. Diese seien auch „ausreichend“ gewesen, um eine sichere Wiesn zu garantieren.

„Alles in allem eine glückliche Wiesn“, resümierte Münchens Oberbürgermeister Christian Ude.

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