Pfusch bei künstlicher Befruchtung: Falsches Baby im Bauch

Eine 40-jährige Amerikanerin geht derzeit durch die Hölle. Sie trägt unfreiwillig ein Baby aus, das ihr gar nicht gehört und das sie kurz nach Geburt unmittelbar abgeben muss.

Eine Fruchtbarkeits-Klinik machte einen folgenschweren Fehler. Der 40-Jährigen wurde ein falscher Embryo eingepflanzt.

Jetzt wächst ein fremdes Baby in ihrem Bauch. Sie hört seinen Herzschlag, spürt seine Bewegungen in ihrem Bauch und fühlt sich wie eine genetische Mutter mit dem Baby verbunden.

Doch nach der Geburt werden Carolyn Savage nur wenige Minuten bleiben, um ihrem Baby „Hallo“ und gleich „Auf Wiedersehen“ zu sagen.

Ob es jemals ein Wiedersehen zwischen der unfreiwilligen „Leihmutter“ und ihrem fremden Baby geben wird ist unklar.

Die genetischen Eltern haben sich bereits mit Carolyn Savage und ihrem Mann getroffen.

„Es war alles sehr herzlich“, sagt Carolyn. Aufdrängen wollen sie sich der anderen Familie jedoch nicht, auch nicht in Zukunft: „Die anderen Leute sind seine Eltern“, sagt Carolyn. Ob sie Kontakt haben werden, ist noch nicht klar: „Hauptsache, der Kleine ist glücklich.“

Da Carolyn Savage eigentlich ja selbst ein weiteres Kind bekommen wollte, sie hat bereits drei mit ihrem Mann, aber künftig keine Kinder mehr austragen kann, wird sie zusammen mit ihrem Mann eine Leihmutter beauftragen.

Doch bis es soweit ist, steht Carolyn und ihrem Mann noch ihr schwerstes Erlebnis bevor: der Tag der Geburt. Das Baby soll per Kaiserschnitt auf die Welt kommen. Alles, was Carolyn und ihr Mann dann wollen: das Kind einmal kurz in den Armen zu halten. „Wir möchten einen Moment für uns mit dem Baby. Um ihm ,Hallo‘ zu sagen und ,Auf Wiedersehen‘.“

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