Polizistenmord Heilbronn: Phantom von Heilbronn könnte die Mafia sein

Im Polizistenmord von Heilbronn haben die Ermittler jetzt offenbar den Verdacht, dass die Mafia hinter dem „Phantom von Heilbronn“ stecken könnte.

Offenbar hatte die Polizei sogar von Anfang an Hinweise darauf, dass die Mafia für den Polizistenmord verantwortlich sein könnte.

Die Behörden in Baden-Württemberg haben Erkenntnisse darüber, dass der Raum Heilbronn eine Drehscheibe der Organisierten Kriminalität (OK) ist.

„Es geht hauptsächlich um Menschenschleusung, Kreditkartenbetrug und Drogen“, sagte ein OK-Experte.

Osteuropäische Mafia-Gruppen sollen die Gegend beherrschen. Angeblich leben sogar mehrere Paten in der Gegend um Heilbronn.

Ein häufig benutzter Umschlagplatz für Drogen und andere heiße Waren ist der Heilbronner Parkplatz „Theresienwiese“ – genau dort wurde die Polizistin Michèle Kiesewetter († 22) im April 2007 mit einem Kopfschuss getötet.

Martin A. wurde dort ebenfalls durch einen Kopfschuss schwer verletzt. Er kann sich an den Überfall nicht mehr erinnern.

Die Mörder nahmen nicht nur Waffen und Handschellen der Polizisten mit, sondern auch den Einsatz-Gürtel des schwer verletzten Beamten.

Womöglich als Trophäe, wie Experten meinen. Sie kennen ein solches Ritual vor allem von osteuropäischen Mafia-Gruppen.

Als Soko-Chef Frank Huber vor einigen Monaten gefragt wurde, ob der Polizistenmord auf eine bestimmte kriminelle Gruppierung passe, antwortete er: „Nein, es passt nicht.“

Jüngst war deutlich geworden, dass die bisherigen Ermittlungen, die sich auf die Suche nach dem „Phantom von Heilbronn“ konzentrieren, völlig ins Leere liefen, weil es das angeblich Phantom auf Grund einer Material-Panne gar nicht geben kann.

Jetzt erklärte der Soko-Chef, man habe „von der ersten Minute an“ auch andere Ermittlungsansätze verfolgt – natürlich auch nach Osteuropa.

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