Posträuber Ronny Biggs: Endstation Pflegeheim !

Der legendäre Posträuber Ronnie Biggs erhielt für seinen sensationellen Postraub vor mehreren Jahrzehnten 30 Jahre Haft, der er aber entwischte und 35 Jahre lang auf der Flucht lebte. Erst vor wenigen Jahren kehrte er nach Großbritannien zurück, wo er sofort inhaftiert wurde.

Überraschend wurde die Gangster-Legende nun aber vor wenigen Wochen begnadigt.

Der Grund: Der bedenkliche Gesundheitszustand von Ronnie Biggs.

Jetzt wurde der legendäre Gangster in ein Pflegeheim überstellt.

Dies bestätigte die Klinik im ostenglischen Norwich, wo Biggs zuletzt seine Strafe abgesessen hatte, bevor er Anfang August aus gesundheitlichen Gründen freigelassen wurde.

Der ehemalige Posträuber sei dennoch weiter „sehr, sehr krank“, sagte sein Verteidiger Di Stefano. „Es geht ihm gerade gut genug, dass er verlegt werden kann. Das wird sein letztes Zuhause sein“, fügte er hinzu.

Nahe am Wohnort seines Sohnes Michael, soll Biggs nun seine letzten Tage in einem Pfelgeheim in Barnet, im Norden Londons zubringen.

Di Stefano verteidigte, dass Biggs dort auf Kosten der Steuerzahler rund um die Uhr betreut wird: „Das ist nicht mehr oder weniger, was jeder bekäme, der nur über begrenzte Mittel verfügt.“

Vor 46 Jahren hatte Biggs mit einer Bande den königlichen Postzug von Glasgow nach London überfallen und erbeutete damals 2,6 Millionen Pfund, das entspricht einem heutigen Gegenwert von rund 47 Millionen Euro.

Biggs wurde zu 30 Jahren Haft verurteilt, entwischte aber aus dem Gefängnis und war rund 35 Jahre auf der Flucht.

Nachdem er der Justiz immer wieder um Haaresbreite entkam, kehrte er 2001 nach einem Schlaganfall freiwillig nach England zurück und wanderte sofort ins Gefängnis. Biggs saß nur ein Drittel seiner Haftstrafe ab.

Der britische Justizminister Jack Straw stimmte Anfang des Monats der Freilassung zu, da der 80-Jährige unheilbar krank und bettlägerig ist.

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