Prozess gegen Michelle-Killer: Tumulte wegen Leichen-Bilder

Beim Prozessauftakt gegen den Mörder der kleinen Michelle aus Leipzig ist es am Montag im Landgericht Leipzig zu Tumulten gekommen. Ein Gerichtsmediziner hatte Bilder der Leiche gezeigt, die die Verletzungen des kleinen Mädchens zeigen.

Die Bilder schockierten die Anwesenden, darunter Fachleute, über alle maßen.

Michelles Zähne ausgeschlagen, die Haare herausgerissen…

Im Gerichtssaal anwesend: Daniel V. (19), der dem kleinen blonden Mädchen diese Grausamkeiten im vergangenen August angetan hatte.

Ein Reporterin schrie nach wenigen Bildern empört auf: „Genug jetzt! So darf man ein Kind nicht zeigen!“ Andere Anwesende widersprachen, nannten die drastischen Bilder einen Beweis für die Brutalität des Killers.

Zuvor hatte der 19-jährige Angeklagte zum Prozessauftakt die Eltern des kleinen Mädchens um Verzeihung gebeten und noch einmal ein umfangreiches Geständnis durch seinen Anwalt verlesen lassen. Allerdings bestritt er als einzigen Punkt, von Anfang an geplant zu haben, das Mädchen zu töten.

Der Anwalt des Täters betonte zudem, dass sein Mandant erhebliche Reifemängel habe.

Die Eltern des Mädchens waren nicht zur Verhandlung gekommen, sie lassen sich als Nebenkläger von einer Anwältin vertreten. Einen Brief, den ihnen der Angeklagte schon vor Monaten geschrieben hat, schickten sie ungeöffnet zurück.

Der Präsident des Gerichts hat für den gesamten Prozess erhöhte Sicherheitsmaßnahmen angeordnet. Anders als sonst, müssen sich Zuschauer ausweisen, zudem werden ihre Taschen kontrolliert.

Aus Angst vor Racheakten und Selbstjustiz wurde Daniel V. von 50 Polizisten im Gerichtssaal beschützt.

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