Prozess um Gerichtssaal-Mord: So gnadenlos brutal wurde Marwa E. niedergemetzelt

Am zweiten Prozess-Tag in den Verhandlungen gegen den Gerichtssaal-Mörder Alex W. (28), der die schwangere Ägypterin Marwa E. in einem deutschen Gerichtssaal brutalst niedermetzelte, hat nun die Gerichtsmedizinerin ihre Aussagen vorgetragen.

Sie schilderte genauestens welche unfassbar brutalen Verletzungen das Opfer durch die Messerstiche des Angeklagten davon trug.

Auch am Dienstag erschien Alex W. Erneut vermummt vor Gericht. Er nahm allerdings Sonnenbrille und Skimaske ab, versuchte sein Gesicht mit der Kapuze seines Shirts zu bedecken.

Weil ihre Ausführungen so drastisch werden würden, fragte die Gerichtsmedizinerin den Ehemann der Toten, Elwy O. (32) zuvor, ob er dabeibleiben wolle. Er nickte und blieb.

Die meisten Stiche hatten die Frau am Rücken getroffen – insgesamt 13! Die Gutachterin: „Der Angeklagte muss mit erheblicher Wucht zugestochen haben, da mehrere knöcherne Strukturen durchtrennt worden sind.“

Von welchem Hass muss Alex W. getrieben sein, dass er mit einem einfachen Messer Knochen durchsticht.

Zwei andere Stiche trafen Marwa E. an den Armen.

Doch der tödliche Stich war der ins Herz: Alex W. hatte die 18 Zentimeter lange Klinge des Küchenmessers direkt in den Vorhof gerammt, von rechts nach links. Dabei wurden der rechte Herzbeutel und die Herzkammer zerfetzt.

Der Stich ins Herz alleine war tödlich.

Eine Chance, sich zu wehren, hatte Marwa E. nicht, so die Gutachterin: „Wir haben keine Abwehrverletzungen festgestellt.“ Die 31-Jährige habe innere und äußere Blutungen erlitten. „Sie kann diese Verletzungen nicht lange überlebt haben“.

Die junge Mutter hatte keine Chance. Dabei hatte sie den Gerichtssaal nach einer Aussage wegen Beleidigung gegen Alex W. damals bereits wieder verlassen wollen, als Alex W. über sie herfiel.

Das Motiv für seine unfassbare Tat, die im Gerichtssaal während einer Berufungsverhandlung wegen Beleidigung stattfand: Hass auf Nichteuropäer und Moslems.

Alex W. hatte die Ägypterin im Sommer 2008 als „Islamistin“ und „Schlampe“ bezeichnet.

Der Killer muss sich wegen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Er hat sich bisher nicht zur der Tat geäußert.

Bis zum Nachmittag sollen nun noch ein Richter und die Staatsanwältin im damaligen Prozess aussagen. Insgesamt sind 30 Zeugen geladen.

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