Quelle-Pleite: Mitarbeiter-Spendenbox für Madeleine Schickedanz

Sie schränkt sich ein, leidet mit ihrem maroden Unternehmen und dessen Mitarbeitern und lebt selbst angeblich nur noch von 600 Euro im Monat. Madeleine Schickedanz versuchte jüngst die Menschen in Deutschland von ihrem Leid zu überzeugen.

Mit wenig Erfolg. Jetzt haben Mitarbeiter von Quelle aus Wut und Hohn eine Spendenbox für die Unternehmens-Eignerin aufgehängt.

Selbst gebastelt aus Pappe, mit Einwurfschlitz und aufgeklebten Fotos: So sieht die Sammelbüchse aus, die Quelle-Mitarbeiter direkt neben der Stechuhr aufgehängt haben

Seit Montag hängt die Papier-Bastelei im Quelle-Bürogebäude. Dort arbeitet die Marketing-Abteilung von Quelle.

Aufschrift: „Mitarbeiter sammeln für ihre Chefin“

Bislang wurde für Madeleine allerdings noch nichts gespendet. Die Box ist noch leer.

„Die Spendenkiste ist ein Zeichen für die Wut der Mitarbeiter“, sagt der Quelle-Mann, der die Dose an die Wand montierte.

Der insolvente Versandhaus steht vor dem Aus, kann sich derzeit nur mit einem staatlichen Notkredit über Wasser halten. Tausende Mitarbeiter bangen um ihre Jobs! Doch die Belegschaft und Konzernchef Karl-Gerhard Eick hoffen immer noch, dass Großaktionärin Schickedanz das Unternehmen mit einer Millionen-Geldspritze rettet.

Doch davon will Schickedanz nichts wissen. Sie sagt, sie habe nichts mehr.

Der Absturz des Versandhauses (bis zu 50 % Umsatzminus) hat ein Großteil des Vermögens der Quelle-Erbin vernichtet! Am Wochenende jammerte sie öffentlich um ihre verlorenen Milliarden. Ihr seien von mehr als 3 Milliarden Euro „gerade noch 27 Millionen Euro“ geblieben.

Davon wird Schickedanz kaum in das marode Unternehmen investieren.

In ihrer fränkischen Heimatgemeinde Hersbruck (12000 Einwohner), in der die Quelle-Erbin in einem ihrer Anwesen (20 000 Quadratmeter Grundstück) lebt, sind die Bürger fassungslos über die Äußerungen („Wir kaufen auch beim Discounter“) der Multimillionärin.

Am Stammtisch im „Café Bauer“ schimpft Fitz S.: „Das ist doch Verarsche. Auf dem Markt haben die Leute schon für sie gesammelt.“ Und ein anderer spottet: „Ich habe sie heute bei der Hersbrucker Tafel gesehen.“ Im örtlichen Comet-Discounter oder im Rewe-Markt habe man sie auf jeden Fall noch nie angetroffen.

Ganz so schlecht geht es der Quelle-Erbin offenbar nicht. Für das Tennisturnier „Schickedanz Open“ des TV Fürth stellte sie mit anderen Sponsoren im Juni noch 75 000 Dollar zur Verfügung.

Wie steht es denn nun tatsächlich um Madeleine ? Alles nur Show oder geht es ihr jetzt tatsächlich schlecht ?

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