Radevormwald: Bus in Wupper gestürzt – Mindestens 5 Tote

Ein schweres Bus-Unglück hat am Dienstagnachmittag in Radevormwald mindestens fünf Tote gefordert, darunter auch der Busfahrer. Ein Reisebus stürzte rund 15 Meter tief von der Fahrbahn in die Wupper.

„Wir gehen von mehreren Toten und Verletzten aus“, so ein Polizeisprecher. Mehrere Passagiere seien zudem in dem Wrack eingeklemmt.

Bei dem Sturz über eine Böschung in den Fluss, habe sich der Bus mehrfach überschlagen und stürzte schließlich kopfüber ins Wasser. Es haben sich offenbar zahlreiche Schulkinder in dem Gefährt befunden.

Bislang wurden fünf Tote und 14 Verletzte geborgen. Einige der insgesamt 15-18 Passagiere hatten sich aus eigener Kraft aus dem Wrack befreien können. Derzeit kann nicht ausgeschlossen werden, dass noch Personen unter dem seitlich im Flussbett liegenden Wrack verschüttet sind. Ein Polizist: „Wir vermuten noch mindestens zwei Opfer unter dem Bus.“

Taucher suchen derzeit den Fluss nach weiteren Toten oder Verletzten ab. Angeblich trieben bereits tote Körper in der Wupper.

Sieben Verletzte wurden inzwischen gerettet, eine Frau ist schwer verletzt. Ein Augenzeuge berichtete, der Bus sei aus unerklärlichen Gründen plötzlich schneller geworden, durchbrach dann in einer Linkskurve die Leitplanke.

Der Bürgermeister von Radevormwald, Josef Korsten, sprach am Unglücksort von einem „erschreckenden“ Anblick: „Es sieht verheerend aus.“

Das Gebiet ist weiträumig abgesperrt, bei allen Rettungsdiensten wurde Großalarm ausgelöst. Noch ist das Geschehen sehr unübersichtlich. Zur Bergung des Busses wurde sogar ein Kran aus Wuppertal angefordert.

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