Renten-Kosten explodieren: Bezugs-Dauer immer länger

Die durchschnittliche Bezugsdauer der Renten in Deutschland wird immer länger. Frauen in Sachsen haben jetzt erstmals eine durchschnittliche Bezugsdauer von mehr als 20 Renten-Jahren geknackt. Schlusslicht bei der Bezugs-Dauer von Renten-Zahlungen sind Männer in Sachsen-Anhalt. Sie leben durchschnittlich nur 13,4 Jahre von staatlichen Rentenzahlungen.

Die immer längere Lebenserwartung in Deutschland belastete die Rentenkassen schwer. Die Zeche müssen die jungen Leute zahlen und sich selbst dabei auf Alter auf Existenzminimum einstellen.

Im Bundesdurchschnitt ist die Bezugsdauer der Rente bei Männern seit dem Jahr 1996 von 13,6 Jahren auf 15,5 Jahre gestiegen.

Frauen bekommen bis zum „Wegfalldatum” im Schnitt 20,4 Jahre lang Rente überwiesen. 1996 waren es noch 18,5 Jahre.

Die gesteigerten Kosten werden allerdings geschönt, das Debakel für die Jugend verschwiegen.

Der Mannheimer Bevölkerungswissenschaftler Professor Axel Börsch-Supan, Direktor des Forschungsinstituts Ökonomie und Demographischer Wandel, erklärte beispielsweise in der Bildzeitung: „Die konsequente Umsetzung der Rente mit 67 wird die Zusatzbelastung für die Rentenversicherung wieder auffangen.”

Der Finanz-Experte Professor Bernd Raffelhüschen, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau: „Wer jetzt die Rente mit 67 aussetzen will, gefährdet den ansonsten stabilen Generationenvertrag!”

Stabil ist der „Generationenvertrag“ damit noch lange nicht. Denn Arbeitnehmer von heute werden eine Rente, wie sie heute bezahlt wird, niemals erleben …

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