Sauerland-Bomber: Richter von Geständnis beeindruckt

Die Terror-Bomber aus dem Sauerland, Fritz G., Adem Y. und Attila S. haben vor Gericht ihre Geständnisse dargelegt. Schon jetzt zeigte sich der Vorsitzende Richter Ottmar Breidling beeindruckt von Umfang und Detailtreue der Ausführungen.

Fritz G. kam zuerst zu Wort. Er erklärte, die Mitangeklagten Attila S. und Adem Y. im Januar 2005 in Saudi-Arabien kennengelernt zu haben. Damals sei man sich einig geworden, in Deutschland den „Heiligen Krieg“ zu führen.

Zuvor seien er und seine Kumpane über Istanbul und Teheran nach Pakistan gereist und dort von „pakistanischen Taliban“ und schwer bewaffneten Mudschahedin empfangen worden. Nahe der Stadt Mil Ali seien sie wochenlang in Lehmhäusern ausgebildet worden, etwa im Schießen mit einer Kalaschnikow.

Schon damals hätte Fritz. G. erste Versuche mit Sprengstoff unternommen. Auch der Bau von Schaltkreisen und Zündern habe auf dem Lehrplan gestanden.

Die Angeklagten müssen sich seit dem 22. April vor Gericht verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, 2007 Autobombenanschläge auf US-Einrichtungen in mehreren deutschen Großstädten geplant zu haben.

Die Männer hatten sich zwölf Fässer mit Chemikalien beschafft und in einer Ferienwohnung im sauerländischen Medebach-Oberschledorn damit begonnen, daraus Sprengstoff herzustellen. Am 4. September 2007 wurden sie in der Ferienwohnung festgenommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.