Schwangerschaft: 66-jährige wird Mutter

In einem Alter in dem andere Frauen längst die Wechseljahre hinter sich haben, wird Elizabeth, 66-jährige Britin, noch einmal ein Baby auf die Welt bringen.

Voraussichtlich im Juni wird die 66-jährige Engländerin noch einmal ein Kind entbinden. Sie ist im 8. Monat schwanger. Mit knapp 67 Jahren wird Elizabeth dann Großbritanniens älteste Gebärende sein.

Aus einer geschiedenen Ehe hatte Elizabeth schon drei Stiefkinder. Doch der sehnlichste Wunsch der wohlhabenden Geschäftsfrau aus der Grafschaft Suffolk im Osten Englands war es, ein eigenes Kind zu haben, erzählen Freunde. Aber für eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege war es zu spät, und eine künstliche Befruchtung in Großbritannien kam nicht infrage. Das staatliche Gesundheitssystem NHS wie auch private Kliniken lehnen Befruchtungen von Frauen in Elizabeths Alter ab.

In einer Klinik in der Ukraine, die bereits mehreren älteren Frauen den Kinderwunsch erfüllte, ließ sich die Britin dann ein Spender-Ei in die Gebärmutter einpflanzen. Das Ei wurde wurde mit ebenfalls gespendetem Sperma befruchtet.

„Sie war im 7. Himmel, als sie von ihrer Schwangerschaft erfuhr“, zitierte die „Daily Mail“ eine Freundin. Und die Schwangerschaft soll bislang gut verlaufen sein. „Sie steht morgens etwas später als gewöhnlich auf, aber sie geht von montags bis freitags noch zur Arbeit“, erzählte die Freundin.

Ihre Schwangerschaft hielt die Britin weitgehend geheim. Sie habe sich vorgenommen, das öffentliche Interesse einfach zu ignorieren. „Das war eine sehr persönliche Entscheidung und ich habe keine Lust, Interviews zu geben“, sagt sie. Elizabeth ist nur eine von vielen Frauen, die wegen ihres unerfüllten Kinderwunsches auf Hilfe etwa in Osteuropa setzen, wo die Regeln weniger streng als zu Hause sind und mitunter auch Geld für das Spenden von Eiern fließt.

Eine künstliche Befruchtung für Frauen dieses Alters – in Deutschland hatte Ende 2007 der Fall einer 64 Jahre alten Mutter aus Aschaffenburg Schlagzeilen gemacht – ist äußerst umstritten.

Mediziner warnen vor gesundheitlichen Gefahren für Mutter und Kind. Kritiker bemängeln zudem, dass in ärmeren Ländern die finanzielle Not von Eizellen-Spenderinnen ausgenutzt werde. Auch das Umfeld von Mutter und Kind reagiert nicht immer verständnisvoll.

„Das war ein Schock“, sagte eine Nachbarin, die trotz Elizabeths unübersehbaren Bauch erst durch die Medien von der Schwangerschaft erfuhr.

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