Schweinegrippe: Deutsche Schulen erstellen Krisenpläne

Was, wenn die Schweinegrippe im Herbst mutiert und zu einer tödlichen Pest wird ? Deutsche Schulen haben sich größtenteils bereits für den Ernstfall gewappnet. In fünf Bundesländern gibt es bereits Krisenpläne für die Schweinegrippe.

Wichtigste Grundregeln der täglichen Hygiene wurden den Schülern schon jetzt mehrfach erklärt und nahe gebracht.

1. Hände waschen! Mehrmals täglich, 20–30 Sekunden, mit Seife. Augen, Mund, Nase nicht berühren.

2. Hygienisch husten! In den Ärmel, nicht in die Hand.

3. Krankheit zu Hause auskurieren! Bei fieberhafter Erkältung, Magen-Darm-Infekt oder Grippe nicht arbeiten gehen.

In Sachsen wurden „Schweinegrippe-Stunden“ abgehalten. Lernstoff: keine Küsschen mehr auf dem Schulhof, richtig in die Armbeuge niesen, viel Händewaschen.

In Nordrhein-Westfalen erhielten die Schüler Merkblätter zur Schweinegrippe. Die Informationen wurden in vier Sprachen aufgeführt: Türkisch, Russisch, Englisch, Deutsch.

Das Saarland stattet seine Schulen mit einem neuartigen Desinfektionsmittel aus, das drei Tage lang seine Wirkung behält.

Mecklenburg-Vorpommern hat einen Krisenstab eingerichtet, der entscheidet, wann eine Schule geschlossen werden muss.

Fast bundesweit wurden alle Schulen mit extra Seifenspendern und Papiertaschentüchern ausgestattet. Allein das Land NRW verteilt 10,5 Mio. Papierhandtücher, 2300 Liter Flüssigseife.

In Bonn wurden die Klimaanlagen in den Schulen überholt und ausgetauscht.

Eine Realschule in Remscheid hat sogar eine Quarantärnestation für kranke Schüler eingerichtet. Im Remscheider Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium begrüßen sich Schüler und Lehrer jetzt „asiatisch“ (Verbeugung statt Händeschütteln).

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