Schweinegrippe: Schwangere in Zwangsurlaub !

Zwangsurlaub für schwangere Lehrerinnen. Nordbaden schickt schwangere Lehrkräfte nach Hause, aus Sicherheitsgründen. Die Frauen sollen keine Schüler mehr unterrichten, empfiehlt das staatliche Schulamt und schickt schwangere Lehrerinnen ab sofort nach Hause.

Die Behörde folgt damit einer Empfehlung des Regierungspräsidiums Karlsruhe (Baden-Württemberg).

Grund für die Maßnahme: Schwangere und ihre ungeborenen Kinder sind im Falle einer Ansteckung in den letzten Wochen vor der Geburt stark gefährdet.

Ganze Schulen wolle man aber nicht schließen. Bislang verläuft die Schweinegrippe im Normalfall harmlos. Eltern sollten jedoch die Schule sofort informieren, wenn ihre Kinder erkrankt sind.

Inzwischen wurde bekannt, dass die Ständige Impfkommission die Empfehlung für die Schweinegrippen-Impfung ausweiten will. Ab dieser Woche, so der „Focus“ soll sie für Menschen im Alter von sechs Monaten bis 24 Jahre empfohlen werden. Ebenso solchen, die mit ungeimpften Risikopatienten zusammen wohnen.

Bislang galt die Impf-Empfehlung für Beschäftigte im Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, chronisch Kranke, Schwangere und Wöchnerinnen.

In einer zweiten Stufe sollen jetzt die „Haushaltskontaktpersonen“ und die genannte Altersgruppe hinzukommen. Weiterhin außen vor wären damit alle Personen ab 25 Jahren. Die Impfung ist freiwillig.

Neben Fällen in Norwegen sind auch in Großbritannien Fälle von Mutationen des Schweinegrippen-Virus aufgetreten.

In Großbritannien haben sich Menschen erstmals gegenseitig mit einer Schweinegrippe-Variante angesteckt, gegen die das verbreitete Medikament Tamiflu nicht wirkt. Dabei handelt es sich nach Erkenntnissen der Gesundheitsbehörden um die weltweit ersten Fälle einer Übertragung eines solchen resistenten Erregers von Mensch zu Mensch.

In Norwegen fand sich in zwei verstorbenen und einem schwer kranken Schweinegrippe-Patienten eine andere Variante des Erregers H1N1, die möglicherweise dazu führt, dass der Erreger tiefer in die Atemwege eindringen kann.

Nachdem 70 weitere Erkrankte untersucht wurden, gehen die Behörden nun davon aus, dass sich das veränderte Virus derzeit nicht verbreitet: Bei ihnen fand sich der veränderte Erreger nicht. Es könnte sich bei den drei Betroffenen demnach um eine spontane Mutation handeln, ergänzte das norwegische Institut für Gesundheit in Oslo.

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