Sex und rohe Gewalt: Internetkiller muss 9 Jahre in Haft

Der Prozess um den Internetkiller, der die 44-jährige Carola S. brutal und sexistisch ermordete, sorgte für große Spannung. Zwischen Freispruch und Versuchtem Mord wurde alles erwartet.

Zur Urteilsfindung vertagte sich das Schwurgericht Darmstadt schließlich auch noch drei Tage. Jetzt ist das Urteil gefallen.

Neun Jahre Haft wegen sexuellem Missbrauch Wehrloser und versuchtem Mord.

Christian B. hatte übers Internet die blonde Carola S. (44) kennengelernt und sich mit ihr in ihrer Wohnung in Mühlheim am Main getroffen. Dort kam es nach Angaben von Staatsanwalt Alexander Homm zu bizarren Sex-Spielen, nachdem der Angeklagte die Frau mit der Droge Ecstasy gefügig gemacht haben soll.

Caroly S. wurde auf bestialische Weise mit einem Monster-Dildo gequält. Am Ende verblutete sie.

Der Angeklagte habe der bewusstlosen Frau Gegenstände in den Unterleib gestoßen und nichts unternommen, um der Blutenden zu helfen. Das Wohnzimmer des Opfers habe „das allerschlimmste Bild“ geboten, erklärte der Staatsanwalt im Prozess.

Die Verteidigung habe argumentiert, dass das Opfer an seinem Tod praktisch selbst schuld sei. Carola S. habe das Ecstasy aus freien Stücken genommen. Das Rauschgift dämpfe Schmerz, erhöhe die Körpertemperatur enorm und verzögere die Blutgerinnung, zitierte Gröpper aus Gutachten.

Demnach sei der Tod ursächlich auf das Ecstasy zurückzuführen, das beide in großen Mengen genommen hätten. Dass sein Mandant überlebte, liege an dessen Körpergröße und dem höheren Gewicht.

Eine Argumentation, der sich das Gericht nicht anschließen konnte…

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