Sturmtief Jürgen: Erstes Todesopfer in Bremen

Das Sturmtief „Jürgen“ hat in Bremen ein Todesopfer gefordert. Im Hafen wollte ein Binnenschiff mit einer Ladung Weizen an einem anderen Frachter anlegen. Dabei wurde ein Seemann zwischen den Bordwänden zerdrückt.

Er hatte an der Schiffsseite gestanden, um bei dem Sturm das Schiff vor Schäden zu bewahren und war über Bord geweht worden. Die Besatzung eines Löschbootes konnte den Mann nur noch tot bergen.

Auch in Emden kam es auf Grund des heftigen Windes zu einem Unfall. Ein Flugzeug mit Volkswagen-Mitarbeitern kam bei der Landung von der Bahn ab.

Eine stürmische Böe hatte die Maschine einfach weggeweht. Keiner der Passagiere wurde ernsthaft verletzt.

In einer ersten Bilanz verursachte das Sturmtief ansonsten nur zum Teil erheblichen Sachschaden.

Betroffen waren vor alle Nordfriesland und Schleswig-Flensburg. Insgesamt musste die Feuerwehr hier 50 Mal ausrücken.

„Stundenlang war die Feuerwehr damit beschäftigt, umgestürzte Bäume von der Fahrbahn zu entfernen und abgedeckte Dächer zu sichern“, sagte ein Sprecher.

Auf der Bahnstrecke Tornesch-Pinneberg stürzte ein Baum auf die Gleise. Die Strecke war für Stunden blockiert.

Wegen orkanartiger Böen stellte die Bahn ihren Pendelbetrieb für Autos auf die Insel Sylt ein.

In Hamburg fuhr eine S-Bahn auf eine umgestürzte Tanne, verletzt wurde niemand, wie ein Feuerwehrsprecher sagte.

Die Feuerwehr in Hamburg meldete bis zum frühen Abend rund 30 Einsätze wegen herabfallender Äste und Bäume. „Die Schäden waren gering, verletzt wurde niemand“, sagte ein Sprecher.

Ein Radfahrer (66) wurde in Minden von einem umstürzenden Baum verletzt und kam ins Krankenhaus, teilte die Polizei mit. Wie schwer er verletzt wurde, ist nicht bekannt.

Nach dem Durchzug des Sturmtiefs tritt eine leichte Wetterberuhigung ein:

„Ein Wintereinbruch ist nicht in Sicht“, sagte Lars Dahlstrom vom Wetterdienst meteomedia. Die Luft werde zum Wochenende sogar noch milder.

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