Susanne Klatten veräppelt: Sekten-Guru Ernano Barretta ist fein raus

Der Prozess gegen Sekten-Guru Ernano Barretta in Italien ist erst einmal wenig erfreulich für Staatsanwaltschaft und Geschädigte verlaufen. Staranwalt Carlo Taormina verhöhnte Susanne Klatten auch noch und sieht in seinem Mandanten ein absolutes Unschuldslamm.

Dabei hatte so mancher gehofft, dass Ernano Barretta, nach dem Vorbild von Helg Sgarbi in München, möglicher Weise ein Geständnis ablegen und verraten würde, wo die Klatten-Millionen geblieben sind.

Nichts von alle dem. Taormina konnte nachweisen, dass Untersuchungsrichter Guido Campli (42) vor Monaten bereits eine Akte im Fall Barretta unterzeichnet hatte und deshalb durch einen anderen Richter ersetzt werden muss. Der Prozess wurde verschoben.

Ernano Barretta ist vorerst fein raus. Anwalt Taormina führt seinen Mandanten als einen „Signore“ ohne Fehl und Tadel vor, der unschuldig acht Monate im Gefängnis saß, weil „Eine Dame Lust auf Sex mit einem Herren hatte, der mit meinem Mandanten befreundet ist“.

Über das Bargeld, das man in seinem Garten auffand, sagt Ernano Barretta.  „Ich bin ein unbescholtener Geschäftsmann, ich betreibe ein Hotel, in dem mehr als 19 000 Gäste logierten, und das Geld, das die Polizei in meinem Haus fand, sind meine Ersparnisse: Ich vertraue keiner Bank – und das ist ja wohl kein Verbrechen!“

Ernano Barretta will Susanne Klatten gar nicht kennen.

„Mein Mandant hatte nicht etwa ihre Visitenkarte in der Hosentasche: Ein Zettel mit Telefonnummern wurde in seinem Auto gefunden, weil irgendjemand ihn dort verloren hat“, sagt Taormina und lächelt siegessicher.

Für Ernano Barretta sieht es derzeit tatsächlich recht gut aus. Sein Anwalt will sogar Helg Sgarbi aus der deutschen Haft nach Italien holen lassen, damit er für seinen Mandanten aussagt.

„Schließlich spricht er meinen Mandanten von allen Vorwürfen frei.“, betont Taormina.

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