Terror in Moskau: Explosionen in der U-Bahn

Moskau ist geschockt. Mehrere Explosionen in der U-Bahn während der morgendlichen Rush-Hour haben die Menschen vor Ort in Angst und Schrecken versetzt. Dutzende Personen wurden getötet, zahlreiche Menschen verletzt. Genaue Opfer-Zahlen sind noch nicht bekannt.

Die erste Explosion ereignete sich offenbar um 7.58 Uhr Ortszeit an der Haltestelle Lubjanka. Die Behörden gehen derzeit davon aus, dass sich ein Selbstmord-Attentäter in die Luft sprengte. Die Haltestelle befindet sich direkt neben dem Hauptquartier des russischen Inlands-Geheimdienstes FSB.

Eine zweite Detonation sei etwa 40 Minuten später erfolgt, gegen 8.38 Uhr, an der Station „Kultur Park“. Auch hier gehen die Behörden von einem terroristischen Hintergrund aus. Es wurden bereits umfangreiche Ermittlungen eingeleitet, die Anschlags-Orte großräumig abgeriegelt.

Unterdessen wird über die Organisation hinter den Anschlägen gerätselt. Waren es tschetschenische Separatisten?

In Russland kommt es immer wieder zu Anschlägen und Überfällen. Erst im Jahr 2004 forderte ein Anschlag auf die U-Bahn in Moskau mehr als 40 Menschenleben. 2009 wurden mehrere Anschläge auf die Eisenbahn verübt. Mindestens 26 Menschen starben.

Bei der Geiselnahme im Moskauer Dubrowka-Theater am 23. Oktober 2002 brachten 40 bis 50 bewaffnete islamistische Rebellen, die sich selbst der separatistischen Bewegung Tschetscheniens zurechneten, 850 Menschen in ihre Gewalt und verlangten den Rückzug der russischen Truppen aus Tschetschenien.

Zweieinhalb Tage harrten die Terroristen mit ihren Geiseln in dem Theater aus, bis das FSB schließlich eine unbekannte Chemikalie in das Gebäude pumpte. Wenige Minuten später wurde das Gebäude gestürmt.

Die betäubten Terroristen wurden an Ort und Stelle von den Spezialeinheiten durch Kopfschüsse getötet, mindestens 129 Geiseln starben, vergiftet durch das eingeleitete Gas.

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