Todesstrafe vollzogen: Sniper von Washington tot gespritzt

Jetzt ist er tot. Die Todesstrafe für den Sniper von Washington ist nun endlich vollstreckt. Jüngst wurde die Leiche des Hingerichteten aus dem Gefängnis transportiert. Es ist das trostlose Ende eines Schwerverbrechers, der selbst zu seinem Lebensende noch weltweit für Aufsehen sorgte.

Ein weißes Laken. Nach außen gerichtete Armlehnen. Ledergurte. So sah die Todespritsche für den Serienkiller John Allen Muhammad (48), genannt der „Sniper“ (Heckenschütze), aus.

Sieben Jahre nachdem er als „Heckenschütze von Washington“ für Angst und Schrecken gesorgt hat, ist John Allen Muhammad im US-Bundesstaat Virginia hingerichtet worden. Der wegen zehnfachen Mordes verurteilte Muhammad starb nach Behördenangaben durch die Giftspritze.

Fünf Minuten nachdem er die tödliche Spritze gesetzt bekam, war „Sniper“ tot. Als Henkersmahlzeit hatte er Hühnchen und Erdbeerkuchen gewählt.

Mehrere Familien der Opfer verfolgten die Hinrichtung. „Ein anderes Leben ist vorbei. Und dieses Mal verdient“, sagte Steven Moore, dessen Schwester Linda Muhammad erschossen hatte. Auch Muhammads 26-jähriger Sohn Lindberg war mit Familienmitgliedern in das Greensville-Gefängnis gekommen, um seinen Vater ein letztes Mal zu sehen.

Zusammen mit seinem Ziehsohn Lee Boyd Malvo (bei der Tat 17) hatte „Sniper“ Washington terrorisiert. Aus einem Auto heraus schossen die beiden Männer willkürlich durch ein Loch im Kofferraum auf Passanten.

Die Wahnsinns-Bilanz: 10 Tote, 6 Verletzte

Nach drei Wochen stoppte die Polizei das irre Duo. 2004 wurde der „Sniper“ zum Tode verurteilt, sein junger Komplize bekam lebenslänglich.

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