Tödliche Türkei-Klassenfahrt: Mutmaßlich Methanol-Panscher festgenommen

Im Fall um den Methanol-Tod von drei deutschen Schülern durch gepanschte Spirituosen in der Türkei haben die Behörden vor Ort offenbar zwei Tatverdächtige festgenommen. Es soll sich bei den mutmaßlichen Methanol-Panschern um Mitarbeiter des Hotels handeln, in dem die Jugendlichen im Zuge ihrer Klassenfahrt untergebracht worden waren.

Drei weitere Verdächtige seien nach Vernehmungen gegen Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden.

Dies berichtete der TV-Sender CNN-Türk am Montagabend. Alle fünf Personen seien Mitarbeiter des Hotels Anatolia Beach im Küstenort Kemer, in dem die aus Lübeck stammenden Deutschen als Urlauber gewohnt hatten. Bei insgesamt 37 chemischen Proben in dem Fall seien mehrfach hohe Methanolwerte festgestellt worden.

Ein Deutscher war unmittelbar nach dem Konsum von gepanschtem Alkohol in dem türkischen Hotel gestorben. Zwei weitere Schüler starben nach neun Tagen im Koma an schweren Methanol-Vergiftungen. Sie hatten zusammen in dem Hotel gefeiert.

In der Lübecker Uniklinik wurde am Samstag ihr Hirntod festgestellt. Die Ärzte stellten bei dem 17-Jährigen und dem 19-Jährigen schwerste Hirnschädigungen und einen nicht umkehrbaren Ausfall aller Hirnfunktionen fest.

Die beiden jungen Männer waren am Donnerstag auf Wunsch ihrer Angehörigen mit einem Ambulanzflugzeug von Antalya nach Lübeck gebracht worden. Die Jugendlichen gehörten zu einer Schülergruppe des Lübecker Bildungszentrums Mortzfeld, die auf einer Klassenreise in der Türkei waren. Insgesamt waren sieben Schüler erkrankt, nachdem sie von dem angeblich im Hotel gekauften Alkohol getrunken hatten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.