Tote bei Loveparade: Veranstalter hat Versicherung über 7,5 Millionen

Bekommen die Hinterbliebenen der Todesopfer der Loveparade in Duisburg eine Entschädigung ? Zumindest ist der Veranstalter Lopavent, wie nun bekannt wurde, in Höhe von 7,5 Millionen Euro beim Versicherungskonzern AXA versichert.

Ob in der Versicherung auf Todesfälle mit eingeschlossen sind, ist allerdings nicht bekannt.

Die „Financial Times“ berichtet unterdessen: „Lopavent ist mit einer Gesamtdeckungssumme von 7,5 Millionen Euro bei der Axa versichert”

Hinterbliebende der Todesopfer, die am Samstag bei einer Massenpanik zu Tode getrampelt wurden, haben zwischenzeitlich Strafanzeige erstattet. Ermittlungen laufen, um die Unglücksursache feststellen zu lassen. Sämtliche Unterlagen zur Planung und Durchführung des Mega-Events „Loveparade“ in Duisburg wurden beschlagnahmt.

Sollten Ansprüche, seitens Geschädigter allerdings über die Deckungssumme von 7,5 Millionen hinaus entstehen, wird der Veranstalter dafür privat haften müssen. Außerdem könnte die Versicherung, sollte sich herausstellen, dass der Veranstalter grob fahrlässig die Katastrophe herbei geführt hat, die Übernahme der Schäden auch verweigern.

Gründer und Geschäftsführer von Lopavent ist Rainer Schaller, der auch die Fitnesskette McFit betreibt.

„Wir sind in der Kette der ermittelnden Organe ganz hinten”, sagte der Axa-Sprecher. Die Mitarbeiter des Versicherers müssten sich erst einmal ein Bild von der Lage machen.

Bis sämtliche Haftungsfragen geklärt sind, könnten viele Jahre vergehen. Steht aber schon im Vorfeld fest, dass der Versicherer haftet, kann er vorläufig zahlen, muss dies aber nicht.

Der Sprecher wollte keine Stellung dazu nehmen, wie sich die Axa verhalten wird. „Wir haben Verantwortung als Versicherer. Dass wir dazu stehen, ist keine Frage”, sagte er lediglich.

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