Trauriger Harz IV Held: Rüdiger Steinbeck verhungert in seinem eigenen Bad !

Rüdiger Steinbeck, arbeitslos seit rund 10 Jahren, nachdem sein einst so geordnetes Leben, wie Sand durch seine Finger ran, ist er jetzt der Hoffnungsträger vieler Harz IV Empfänger im World Wide Web.

Rüdiger Steinbeck lebt momentan auf knapp 6 Quadratmeter in seinem Badezimmer. Der Grund hierfür ist, dass sich der Harz IV Empfänger das Heizen für das gesamte Haus nicht leisten kann. Er muss bereits die Heizkostennachzahlung vom vergangenen Jahr in Raten abzahlen. Nun erhält er in diesem Jahr den Höchstsatz für Heizkostenzuschläge von gerade mal 80 Euro, dies langt natürlich nicht. Es fehlen rund 150,00 Euro, die Rüdiger Steinbeck mittels eines Hungerstreiks rückwirkend einforderte.

Diese drastische Maßnahme hatte Erfolg, zuerst bot man ihm zwar lediglich einen Ein-Euro-Job an, doch als Politikprofessor Peter Grottian, von den Medien gelockt, anreiste, um zwischen den Partein zu vermitteln, kam Bewegung in die Angelegenheit.

Sein einstiger Lebenstraum war ein Haus voller lachender Kinder, am liebsten eine ganze Fußballmanschaft, natürlich zusammen mit seiner Frau. Doch zuerst lief ihm die Frau wegen eines anderen weg, dann musste er um seine fünf Kinder kämpfen, gewann vor Gericht, doch die Kinder wollten ihn nicht mehr, zuletzt verlor er durch einen Arbeitsunfall seine Arbeitsfähigkeit.

Seither hat er viel Zeit. Diese Zeit hat Rüdiger Steinbeck genutzt, um sich mit dem neuen Medium Internet auseinander zu setzen und seine Geschichte, vor allem seine Erfahrungen mit Harz IV publik zu machen.

Vom Erfolg seines Hungerstreiks beflügelt hat sich der Harz IV Held nun zu Größerem auf geschwungen und seinen Hungerstreik fortgesetzt. Sein neues Ziel lautet wörtlich:

„Mein unmissverständliches Ziel ist es, dass man umgehend an der Abschaffung aller Hartz-IV-Kriterien arbeiten wird, mit dem Ziel, sie bis spätestens Sommer 2007 vollständig abgeschafft zu haben!“

Dass dieses Vorhaben nicht gerade aussichtsreich ist, ist dem Streikenden voll bewusst, doch er sagt: „… ich lebe ohnehin nicht mehr – da habe ich auch keine Angst zu sterben“. Eigentlich, so sagt er dann, möchte er gar nicht sterben, aber er könne seine Fangemeinde im Internet nicht enttäuschen. Er würde am liebsten arbeiten, irgendetwas, denn er sei ein guter Handwerker und habe sich in den vergangenen Jahren viel Wissen über das Internet angeeignet.

Rüdiger Steinbeck wörtlich: „…Ich bin in der Lage, innerhalb von sechs Wochen mit meinem Streik einen Riesenzirkus zu machen..“ Den Zirkus will er noch so lange veranstalten, wie es sein muss. Und solange es geht.

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