Überfall im Hyatt-Hotel: Erster Poker-Räuber aus Haft entlassen

Nach einer Woche in Untersuchungshaft ist der erste Poker-Räuber (21) am Mittwoch aus der Haft entlassen worden. Es kam die Kronzeugenreglung zur Anwendung. Der mutmaßliche Poker-Räuber hatte sich der Polizei zuvor freiwillig gestellt und ein umfassendes Geständnis abgelegt. Außerdem half er bei der weiteren Aufklärung der Tat mit, so dass der Überfall auf das Poker-Turnier im Berliner Hyatt-Hotel weitgehends aufgeklärt werden konnte.

Einzig von der Beute – rund 250 000 Euro – fehlt bislang noch jede Spur.

Im Zuge der Kronzeugenregelung erhält der erste Poker-Räuber jetzt Haftverschonung. Dennoch wird es aber einen Prozess gegen den 21-Jährigen geben, in dem er für seine Tatbeteiligung zur Rechenschaft gezogen wird. .

Der Mann hatte angekündigt, seinen Beuteanteil von 40.000 Euro zurückzugeben. In der Untersuchungshaft sitzen vier weitere Männer. Die Bande soll Anfang März ein Poker-Turnier im Hyatt-Hotel am Potsdamer Platz überfallen und 242.000 Euro erbeutet haben.

Über seinen eigenen Beute-Anteil erklärte der erste Poker-Räuber, er habe das Geld bei einem Bekannte deponiert.

Für die Entlassung sei diese Frage aber nicht entscheidend gewesen, sagte ein Gerichtssprecher. Sie könne allerdings für ein Gericht beim Urteil eine Rolle spielen. Bislang gab ein anderer Räuber 4000 Euro zurück.

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