Ulm: Waschmaschine trennt Kind einen Arm ab

In Süddeutschland ist es jüngst in Ulm zu einem schweren Unfall mit einer Waschmaschine gekommen. Das Gerät riss einem Kind (4) beim Spielen den Arm ab. Offenbar hatte sich die Trommel in Bewegung gesetzt, obwohl die Tür der Maschine nicht geschlossen worden war.

Der große Bruder leistete nach bestem Wissen und Gewissen erste Hilfe. Er packte den Arm in die Gefriertruhe und legte das verletzte, vierjährige Kind ins Bett, wie die Polizei berichtet.

Die Mutter ließ der Elfjährige schlafen. Sie wachte auch nicht auf, weil sich die Kinder offensichtlich absolut ruhig verhielten. Wahrscheinlich saß ihnen der Schock in den Gliedern.

Erst am Morgen entdeckte die Mutter ihr schwerverletztes Kind und raste sofort ins Krankenhaus.

Erst dort kam heraus, dass der abgetrennte Arm zu Hause im Gefrierfach lag. Eine Polizeistreife brachte das tiefgefrorene Körperteil in die Klinik. Aber da war es längst zu spät. So viele Stunden nach dem Unglück konnten die Ärzte den Arm nicht mehr annähen.

Dass der Vierjährige nicht verblutet ist, grenzt an ein Wunder. Dass er den Unfall überlebte, kann verschiedene Ursachen haben. Womöglich lag der Junge nachts auf dem Armstumpf und drückte somit die offene Wunde zu. Zudem wird die Blutgerinnung dazu beigetragen haben, dass sich kleine Adern nach einiger Zeit geschlossen haben.

Ermittler der Polizei versuchten am Mittwoch noch die Ursache für das Unglück zu finden. Offensichtlich waren die beiden Brüder kurz vor Mitternacht in die Küche gegangen. Dort stand die Waschmaschine. Wegen eines Defekts war die Tür ausgebaut. Irgendwie haben die Jungs die Maschine dann wohl eingeschaltet – und der Vierjährige griff vermutlich in die sich drehende Waschtrommel.

Ein Gutachter soll nun klären, wie das möglich war. Vieles deute auf einen technischen Fehler hin, teilte die Polizei mit. Normalerweise hätte sich die Waschtrommel nicht in Bewegung setzen dürfen, solange die Tür nicht geschlossen war.

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