Unruhen in Südafrika: Rechter Führer Terreblanche getötet

Der rechte Führer Terreblanche ist auf seiner Farm in Südafrika ermordet worden. Jetzt wächst in dem Land die Furcht vor Unruhen.

Eugen Terreblanche wurde nach jüngsten Berichten von einem Mann und einem Minderjährigen erschlagen. Man habe sich offenbar um Lohnzahlungen gestritten.

Die mutmaßlichen Mörder wurden bereits festgenommen. Es handelt sich um einen 21-Jährigen und einen 15-jährigen Teenager .

Terreblanche vertrat bis ins 21. Jahrhundert hineinen vehement die Apartheit und wollte die Rassentrennung wieder herstellen. Immer wieder war er in den vergangenen Jahren auch mit dem Gesetz in Konflikt geraten und musste mehrere Jahre in Haft zubringen.

Der südafrikanische Präsident Jacob Zuma rief seine Landsleute zur Ruhe auf. Wie der britische Sender BBC am frühen Sonntagmorgen berichtete, sagte Zuma, der Mord dürfe nicht zu Hass zwischen den Ethnien führen.

Terreblanche hatte bereits während seiner Schulzeit die Jugendorganisation Jong Afrikanerharte (Junge Afrikanerherzen) gegründet, die das Ziel hatte, die Interessen und Traditionen der Buren zu wahren. Nach seiner Schulausbildung ging er zur südafrikanischen Polizei und diente als Freiwilliger in Südwestafrika. Danach arbeitete er als Leibwächter von Ministerpräsident John Vorster.

Schließlich gründete Eugene Terreblanche im Jahr 1973 die AWB, eine rechtsextreme Partei, die als ihr Hauptziel die Vereinigung aller Buren in einem eigenen Staat verfolgte.

Im Juli 1983 wurde ihm wegen illegalen Waffenbesitzes und terroristischer Tätigkeiten der Prozess gemacht. Er wurde zu drei Jahren auf Bewährung verurteilt.

Immer wieder viel Terreblanche zudem wegen Gewaltdelikten gegen Schwarze auf, wurde schließlich auch hier zu einer Haftstrafe veruteilt.

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