Untersuchungskommission: Natascha Kampusch schwebt in Lebensgefahr

Eine Untersuchungskommission befasst sich derzeit mit der Aufarbeitung des Kriminalfall Natascha Kampusch. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob die österreichischen Behörden, mutwillig oder absichtlich Ermittlungsarbeit sabotiert haben und ob es möglicher Weise doch Mittäter im Fall Natascha Kampusch gegeben haben könnte.

Johann Rzeszut, Mitglied der Untersuchungskommission befürchtet unterdessen ein katastrophales Szenario: Mord an Natascha Kampusch.

Er ist überzeugt, dass das junge Mädchen, dass sich im Jahr 2006 nach 8 Jahren selbst aus ihrer Geiselhaft befreien konnte, in akuter Lebensgefahr schwebt.

Ein möglicher Mittäter könnte darauf sinnen, die Kronzeugin aus dem Weg zu schaffen.

In einem Brief an die Zeitung „Österreich“ schreibt Rzeszut: „Vorweg: Wir fürchten nichts mehr als in einigen Jahren eine Zeitungsmeldung des Inhalts: ,Natascha Kampusch tot aufgefunden‘ oder ,Natascha Kampusch tödlich verunglückt.'“

Rzeszut betont: „Der Tatplan eines Einzeltäters, ein Kind in verbautem Gebiet mit einem selbstgelenkten, von außen einsehbaren Kraftfahrzeug zu entführen, wäre völlig unrealistisch.“

Er warnt: „Ein Mittäter könnte letztlich nicht davor zurückschrecken, Natascha zu töten, bevor sie die ganze Wahrheit ans Licht bringt. Befürchtet er beispielsweise irgendwann einmal, das Opfer könnte die volle Wahrheit über sein Schicksal etwa medial verwerten, könnte er sich zu finalisierendem Handlungsbedarf entschließen.“

Natascha Kampusch bestreitet unterdessen immer noch von einem Mittäter zu wissen.

Im Alter von zehn Jahren wurde die Österreicherin von Wolfgang Priklopil entführt, anschließend acht Jahre lang in dessen Hauskeller gefangen gehalten. Als sie im August 2006 endlich fliehen konnte, beging Priklopil Selbstmord.

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