Urteil: Islamist darf Kind „Heiliger Krieg“ nennen

In der Islamisten-Szene in Deutschland gilt der Ägypter Reda Seyam (49) als äußerst gefährlich. Doch jetzt hat der Fanatiker, der die westliche Kultur, demokratische Regierungsformen und weltweit anerkannte Menschenrechte verachtet, ein schockierendes Urteil erzwungen.

Er darf seinen Sohn „Heiliger Krieg“, übersetzt „Djehad“ nennen.

Das ist das vorläufige Ende eines dreijährigen Rechtsstreits in Berlin. Der Innensenator Ehrhart Körting, SPD, hatte versucht, zu verhindern, dass der Hassprediger seinem Sohn einen derart verhetzenden Namen geben darf.

Der Rechtsstreit ging durch drei Instanzen, Gerichts- und Anwaltskosten liegen im vierstelligen Bereich. Weil Seyam gewann, trägt die Kosten jetzt der Steuerzahler.

Das Oberlandesgericht kam tatsächlich zu der Ansicht, dass der Name „nicht anstößig“ sei. Für den Normal-Bürger ein kaum nachvollziehbares Urteil, das jedem klaren Menschenverstand widerspricht.

Die Begründung: Bei dem Namen handle es sich um einen anerkannten arabischen Vornamen.

Das Gericht erkannte zwar, dass der Begriff von „radikalen Islamisten im Sinne eines bewaffneten Kampfes gegen Ungläubige auch mit Mitteln des Terrors verwendet“ werde, doch einen Grund ihn deshalb zu verbieten, sah das Gericht darin nicht.

Die Bundesanwaltschaft hält den Islamisten mit dem Rauschebart allerdings für einen Drahtzieher der Bombenanschläge von Bali im Jahr 2002 (200 Tote). Noch gibt es allerdings keine eindeutigen Beweise.

Die Intention der Namensgebung für den kleinen „Djehad“ ist allerdings eindeutig.

Seine erste Frau suchte nach 15 Jahren Ehe 2002 Unterschlupf im Zeugenschutz des BKA. Mit seiner zweiten Frau hat Seyam sechs Kinder, kassiert monatlich rund 2300 Euro Stütze.

Vor wenigen Tagen erhob die Münchner Staatsanwaltschaft Anklage gegen ihn und sieben Mitstreiter.

Vorwurf: Bildung einer kriminellen Vereinigung und Volksverhetzung. Er soll im Internet und in Seminaren junge deutsche Konvertiten auf den „Heiligen Krieg“ eingeschworen haben.

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