Vergewaltigung im Ferienlager: Opfer belasten die Betreuer

Warum hat ihnen keiner geholfen, als sie sich hilfesuchend an ihre Betreuer wandten ?! Im Fall um Vergewaltigungen im Ferienlager auf der holländischen Ferien-Insel Ameland erscheint die Rolle der Betreuer, überwiegend Studenten, immer fragwürdiger.

Die Vertrauenspersonen sollten im Camp auf die Kinder aufpassen. 39 Jugendbetreuer nahmen an dem Ferienlager teil. 15 weitere erwachsene Personen waren für die Küche zuständig. Von den Betreuern waren allerdings nur 23 für die Betreuung von Jugendlichen geschult, alle anderen zumeist nur Studenten.

Trotz zuverlässiger Nachtwachen, bemerkten die Betreuer offenbar nichts von den grausigen Vorgängen im Schlafssaal der Jungen.

Auch als der Begriff „Fisting“ im Camp die Runde machte, wurde niemand hellhörig.

Opfer sollen sich sogar direkt an Begleiter gewandt haben: „Wir werden hier gefistet.“ Doch Betreuer konnten mit diesem Begriff offenbar nichts anfangen, fragten aber auch nicht nach.

Im Internet schrieb laut „Neue Osnabrücker Zeitung“ ein Mädchen: „Ich war da … und die Betreuer haben das mitgekriegt und nichts unternommen.“

Eine andere Schülerin sagt: „Also ich bin mitgefahren, und für die Jungs war das immer eher ein Gag, und ich selbst hab nicht wirklich geglaubt, dass die Kerle das echt gebracht haben. Ich glaube, das hat keiner so wirklich ernst genommen, was da abging … Selbst die Betreuer nicht.“

Die Vernehmungen der Jugendlichen schreitet voran. Betreuer wurden allerdings bislang nicht befragt. Dies steht noch aus. Ihnen drohen wegen unterlassener Hilfeleistung Ermittlungsverfahren.

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