Vergewaltigung im Ferienlager: Opfer-Flut schockiert !

Nachdem die Vergewaltigung von sechs Jungen im Alter von 12 bis 14 Jahren in einem holländischen Ferienlager bekannt wurde, melden sich nun zahlreiche weitere Opfer. Es ist als ob man Schleusen geöffnet habe. Die Kinder fangen nun zu reden an.

Auf der holländischen Ferieninsel Ameland wurden Jungen offenbar systematisch sexuell missbraucht und fürchterlich gequält. Zwei Tatverdächtige, ebenfalls Jugendliche, haben die Vorwürfe nun eingeräumt.

Die Übergriffe passierten bei einer Jugendreise des Stadtsportbundes Osnabrück vom 25. Juni bis 8. Juli im Haus „De Zilvermeeuw“.

Ältere Jugendliche misshandelten Jüngere. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Osnabrück stießen sie den Kindern Colaflaschen oder Stiele von Kehrschaufeln und Besen in den After.

Nach Schilderungen von Betroffenen, hätten sich die Kinder verzweifelt an ihren Betten fest gekrallt oder seien über die Feuerleitern vor ihren Peinigern geflohen.

Nach einem ersten Geständnis letzte Woche haben am Mittwoch zwei weitere Jugendliche die Taten vollständig zugegeben, sagte Polizeisprecher Georg Linke laut der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Die Polizei ist immer noch mit der Vernehmung der rund 40 Kinder und Jugendlichen beschäftigt. Immer mehr Eltern melden sich mit ihren Kindern, um den Behörden ihre Schilderungen zur Verfügung zu stellen.

Nach Angaben der Zeitung waren die Ermittler überrascht, dass viele Kinder in den Vernehmungen weitaus mehr Details schilderten als gegenüber ihren Eltern.

Besonders auffällig: 60 Betreuer, ein Großteil von ihnen Studenten ohne entsprechende Ausbildung, sollen von den Übergriffen im Schlafsaal nichts bemerkt haben.

Ist das überhaupt möglich ? Angeblich hätte sich keines der Opfer glaubwürdig an die Erzieher gewandt.

Der Vorsitzende des Stadtsportbundes, Wolfgang Wellmann, nahm die Betreuer in Schutz. Kinder hätten ihnen nur berichtet, dass „in dem Schlafsaal die Älteren die Jüngeren ärgern“. Beschwerden über sexuelle Übergriffe habe es nicht gegeben.

Doch laut den Ermittlungsergebnisse, gab es durchaus einige Kinder, die sich mit den Misshandlungen an die Betreuer wandten. Zumal die Übergriffe an mindestens vier Abenden stattgefunden haben sollen.

Die Ferieninsel Ameland gehört zu den Westfriesischen Inseln in den Niederlanden. Sie ist bei deutschen und niederländischen Schulgruppen seit Jahren beliebt. Rund 70 ehemalige Bauernhöfe in den Dörfern Nes, Buren, Hollum und Ballum sind dort zu Feriencamps umgebaut. In den Sommerferien kommen rund 20 000 Kinder und Jugendliche auf die Nordseeinsel mit 3500 Einwohnern. Gegen Langeweile gibt es Kutterfahrten, Treckertouren am Strand und ein Naturkundemuseum.

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