Vierfach-Mord von Eislingen: Geständnisse im Prozess erwartet

Am Mittwoch werden im Prozess um den Vierfach-Mord in Eislingen die Aussagen des angeklagten Sohnes der getöteten Familie, Andreas Häussler (20) und seinem mutmaßlichen Komplizen, Frederik Begenat (19) erwartet.

Möglicher Weise könnten die Angeklagten auch Geständnisse ablegen.

Frederik wolle weitere Aussagen machen, hatte sein Anwalt Klaus Schulz vor Prozessbeginn angekündigt. Er wolle auch zu dem Mordvorwurf Stellung nehmen.

Anwalt Hans Steffan erklärte zu den Absichten seines Mandanten, Andreas Häussler, dass es noch
Hintergrund sei, dass ein psychiatrisches Gutachten noch nicht vollständig vorliege. Andreas H. hatte sich erst kurz vor Prozessbeginn bereit erklärt, mit dem Psychiater zu sprechen.

Andreas und Frederik sollen die Eltern und Schwestern von Andreas in der Nacht zum Karfreitag dieses Jahres aus Habgier ermordet haben.

Der 57-jährige Heilpraktiker Hansjürgen H. und seine 55-jährige Frau Else sowie deren 22 und 24 Jahre alten Töchter waren am 9. April dieses Jahres in ihrem Wohnhaus mit insgesamt 30 Schüssen ermordet worden. Die beiden Tatwaffen sollen aus einem Einbruch bei der Schützengilde Eislingen von Oktober 2008 stammen.

Am ersten Prozesstag hatten die Verteidiger Geständnisse der Angeklagten angekündigt. Frederik hatte die Tat schon bei der Polizei gestanden.

Laut Anklage wollte Andreas von zu Hause ausziehen, das Vermögen seiner Eltern – 256 000 Euro – erben und seinen Freund beteiligen. Das Urteil wird voraussichtlich am 27. Januar 2010 verkündet.

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